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   Nr. 21
   23. Mai 2017
   49. Jahrgang
   
 
REINBEK
Neues Pilotprojekt in der Tagespflege

Im Rahmen eines Pilotprojekts des Be- ratungszentrums Süd- stormarn bekommen Pflegende einmal im Monat die Möglichkeit zu gegenseitigem Austausch in der Gruppe mit fachlicher und psychologischer Unterstützung. Die Gruppe trifft sich ab Juni an jedem ersten Mittwochvormittag des Monats in den Räumen der Tagespflege der Südstormarner Vereinigung, Völckers Park 8 in Reinbek.

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BARSBÜTTEL
Frischer Wind im Sportverein

Viele neue Ideen, eine stabile Mitglieder- entwicklung und Sparten, die wieder aufleben - viel Erfreuliches wurde bei der Mitglieder- versammlung des Barsbütteler Sport- vereins verkündet. 1.228 Mitglieder hat der Verein zurzeit. Zum aktiven Vereinsleben tragen viele bei, die sich ehrenamtlich engagieren. Das wird nicht als selbst- verständlich hin- genommen. So wurden beim BSV erstmals nicht nur Mitglieder geehrt, die besonders lange im Vereins sind, sondern auch einige, die sich besonders engagiert haben.

 
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Außerdem diese Woche in der
Glinder Zeitung ˇ Sachsenwald:

Glinde
Die Stadt soll sicherer werden

Wentorf
Legionäre zum Anfassen im Gymnasium


SONDERSEITEN:

Steuern + Versicherungen

Sonnenschutz



In der Gemeinde laufen die Vorbereitungen für den Bau einer neuen Grundschule.
Architekten-Wettbewerb für neue Schule

Die Wiedereröffnung ist noch vor den Sommerferien geplant, hier: JuZO-Leiter Marc Moder mit Timo (9, r.) und Joshua (13).

Foto: Iwohn

Oststeinbek (ciw) - Der Standort steht fest, die Kosten könnten bei 15 Millionen Euro liegen. Seit etwa einem Jahr entwickelt die Arbeitsgemeinschaft für den Neubau der Grundschule ein Konzept. Klar ist bereits, dass man sich für die Erschließung des Geländes, das in direkter Nachbarschaft westlich der Helmut-Landt-Grundschule liegt, beide Optionen offen halten will: eine Zuwegung von Norden und eine von Süden. Für den nördlichen Zugang stehen noch Verhandlungen mit dem Tennisclub Oststeinbek (TCO) aus. Der TCO müsste zwei Tennisplätze auf ein Gelände weiter nördlich verlegen. Von Süden ist ein Zugang über die Gerberstraße möglich, so wie für die alte Schule.
Ein Architekten-Wettbewerb soll klären, ob das alte Schulgelände für den Bau einer Mensa mit Küche einbezogen werden soll. Denn der benachbarte Hort und die Kindertagesstätte bleiben bestehen. Diese Lücke könnte man mit einem Versorgungszentrum schließen, so die Überlegung.
Für die Ausstattung der Schule mit einer Sporthalle gibt es mehrere Optionen: Es wird eine neue Halle gebaut, und die alte bleibt bestehen. Eine neue Sporthalle entsteht, und die alte wird abgerissen. Nur die alte Sporthalle bleibt erhalten. Oder es wird keine neue Halle gebaut, und die Walter-Ruckert-Halle wird von der Schule genutzt.
"Der Bedarf ist da. Bekommen wir eine neue Halle, wird sie auch genutzt", ist sich Bürgermeister Jürgen Hettwer sicher. "Wir bauen für die nächsten 30 bis 50 Jahre. Und wir sollten uns nicht nur vom jetzigen Ist-Zustand lenken lassen."
Das Raumprogramm soll mit Eltern, Lehrern, Kindern, der Verwaltung und der Politik für die Ausschreibung formuliert werden. Zum Sommer soll der Architekten-Wettbewerb starten, so das Ziel. Dieser Wettbewerb wird von der Gemeinde in Zusammenarbeit mit dem Büro "Architektur + Stadtplanung" in Hamburg-Hohenfelde ausgelobt. Er besteht aus zwei Phasen: einer anonymisierten Ideen-Phase, und einer weiteren Phase mit zehn Wettbewerbern, die aufgrund ihrer guten Ideen ausgewählt worden sind.
Die Ausschreibung findet europaweit statt. Es könnte in der ersten Phase 100 oder mehr Einsendungen geben, schätzen die Architekten Christiane Mahnke und Matthias Baum von "Architektur + Stadtplanung". "Ein Schulneubau ist eine attraktive Aufgabe", so die Einschätzung von Baum. Sein Büro erstellt auch eine Dokumentation. Teilnehmen kann jeder Architekt, der in einer Kammer zugelassen ist oder eine Berufsqualifikation nachweisen kann.
Eine Jury aus Architekten und Oststeinbeker Experten entscheidet über die Arbeiten. "Das Wettbewerbsergebnis ist ein Vorentwurf. Erst danach geht es in die Feinplanung", erklärt Baum. Ende 2019 könnte Baubeginn sein. Der Neubau könnte in voraussichtlich vier bis fünf Jahren fertig gestellt werden.




Trotz Protest: Schulfusion erneut beschlossen
Bürgerbegehren ist gestartet

Eltern und Schüler geben nicht auf: Der Protest gegen die Schulfusion geht weiter, demonstrierten sie auch am Rande der Sitzung der Stadtvertretung.

Foto: Schult

Glinde (bs) - Die Kommunalpolitiker bleiben dabei: Die Gemeinschaftsschulen Wiesenfeld und Sönke Nissen sollen zusammengelegt werden. Während der Sitzung der Stadtvertretung bekräftigten sie ihre Entscheidung einstimmig. Die Schulfusion soll zum 1. August 2018 vollzogen werden, beschlossen sie.
Eltern und Schüler der Gemeinschaftsschule Wiesenfeld, die das Vorhaben für einen Fehler halten, geben allerdings nicht auf. Sie haben die Interessengemeinschaft "Schulvielfalt in Glinde" gegründet. Die Bürger setzen ihren Protest fort und wollen die Fusion nun mit einem Bürgerentscheid verhindern. Den wünschen sie sich parallel zur Bundestags- und Bürgermeisterwahl am 24. September.
Voraussetzung dafür ist eine Unterschriftensammlung - ein Bürgerbegehren. Damit haben die Bürger bereits zwei Tage nach dem erneuten Beschluss der Stadtvertreter begonnen. Beim Wochenmarkt am Sonnabend haben sie die ersten Unterschriften gesammelt. Mindestens 1.298 Einwohner, neun Prozent der Glinder Bevölkerung, müssen unterschreiben, damit das Bürgerbegehren Aussicht auf Erfolg hat.
Ob die Glinder über die Schulfusion abstimmen dürfen, hängt davon ab, ob der Bürgerentscheid von der Kommunalaufsicht des Kreises zugelassen wird. Die Formulierung der Frage haben die Mitglieder der Interessengemeinschaft bereits mit der Behörde abgesprochen: "Sind sie für den Erhalt von zwei unabhängigen Gemeinschaftsschulen mit eigenem Schulprofil am Schul-standort Glinde, damit die Schulvielfalt und die Wahlfreiheit der Eltern aus Glinde erhalten bleibt?", lautet sie. Nicht alle Schüler und Eltern lehnen die Schulfusion ab. An der kleineren Sönke Nissen Gemeinschaftsschule, die keine Oberstufe hat, wird die Verbindung positiv gesehen.
Voraussetzung für eine Schulfusion ist ein umfangreicher Umzug von zwei der Bildungseinrichtungen. Vorgesehen ist, dass die Gemeinschaftsschule Wiesenfeld vom Holstenkamp zum Schulzentrum verlegt wird. Am Holstenkamp, wo noch bis zum Ende dieses Schuljahrs Neubauten errichtet werden, soll das Gymnasium einziehen. Ein Ende aller Bauarbeiten ist an beiden Schulstandorten vorerst nicht in Sicht, denn die bestehenden Gebäude müssen saniert und für die Bedürfnisse der jeweiligen Schulen umgestaltet werden.
Bis zum 1. August des kommenden Jahres ist das allerdings nicht zu schaffen, betonte Bürgermeister Rainhard Zug. Das könne die Verwaltung mit den vorhandenen Mitarbeitern nicht vorbereiten und die Stadt zudem nicht finanzieren. Noch lägen keine Baugenehmigungen vor.Der Bürgermeister hätte daher die Fusion lieber zu einem späteren Zeitpunkt gesehen. Dennoch würden die Vorbereitungen dafür zügig fortgesetzt.
Das könnte die Interessengemeinschaft mit ihrem Bürgerbegehren allerdings noch verhindern. Denn wenn der Bürgerentscheid zugelassen wird, bedeutet das zugleich, dass die Vorbereitungen für die Fusion gestoppt werden. Der Bürgerentscheid hätte aufschiebende Wirkung, so Zug. Das gilt auch für die Vorbereitungen an den Schulen, die ein Konzept für eine gemeinsame Bildungseinrichtung erarbeiten müssen.
Die Politiker sahen darin kein Problem. "Das ist kein Grund am Datum zu rütteln", erklärte Wolf Tank (Die Grünen) auch im Sinne der anderen Fraktionen.
Bereits weitgehend vorbereitet ist die Sanierung der Sporthallen beim Schulzentrum inklusive der ehemaligen Gaststätte "Jever Deel". Die Arbeiten werden die nächste große Investition der Stadt und kommen auch den Schulen zugute. Dabei ergaben aktuelle Kostenschätzungen allerdings, dass das Vorhaben deutlich teurer wird, als bei ersten Berechungen im Jahr 2012 angenommen. Statt wie damals fünf werden nun rund sieben Millionen Euro benötigt. Grund sind außer Kostensteigerungen im Laufe der Jahre auch zusätzliche Arbeiten. Es wurden Schadstoffe (Asbest und PCB) gefunden, die entfernt werden müssen. Damit verbunden müssen zudem Auflagen für den Brandschutz umgesetzt werden. Auch in diesem Fall waren sich die Stadtvertreter einig, dass die Sanierung inklusive des Umbaus der Gaststätte zum Jugendzentrum vorgenommen werden soll. Mit dem Versuch, durch das Verschieben von Maßnahmen zu sparen, habe man schlechte Erfahrungen gemacht, erklärte Peter Michael Geierhaas (SPD).
Nur auf die Sanierung der Hausmeisterwohnung wird verzichtet, beschlossen CDU und SPD gegen den Wunsch der Grünen. Die Einsparungen durch einen geringeren Energieverbrauch stünden in keinem Verhältnis zu den Baukosten, so Bernd Hengst (CDU). Die Ausgaben würden sich erst in rund 100 Jahren amortisieren, hatte er ausgerechnet. "Mit dem Verzicht verschieben wir das Problem in die Zukunft", widersprach Wolf Tank. Es gehe nicht nur um das Einsparen von Energiekosten: "Wir wollen nicht, dass uns irgendwann das Dach auf den Kopf fällt."









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