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   Nr. 46
   14. November 2017
   49. Jahrgang
   
 
WENTORF
20. ADVENTorfer Markt im Rathaus

Einen Tag vor dem ersten Advent, am Sonnabend, 2. Dezem- ber, findet von 10 bis zirka 17 Uhr zum 20. Mal in Folge der ehrenamtlich durch- geführte vorweihnacht- liche ADVENTorfer Markt in Wentorf statt. Rund 40 Gruppen und Verbände - die meisten schon von Anfang an dabei - sorgen für festliche Stimmung, leckere Verpflegung, schöne selbst- gemachte Dinge, die man kaufen kann, und ein buntes Programm für Alt und Jung.

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Glindes Kampfsportler sollen eine eigene Halle bekommen. Ein Keller wird für sie umgebaut.
Bauprojekt des TSV, weil Budo boomt

Sarah Melehm (18) und Collin Brühl (19) demonstrieren Karate-Kampftechniken, die sie noch in der alten Halle üben müssen.

Foto: Iwohn

Glinde (ciw) - Beim Training reißen sie sich die Füße blutig, der harte Hallenboden geht auf die Gelenke, und außerhalb der offiziellen Trainingszeiten ist kein Sport möglich: Sarah Melehm (18) und Collin Brühl (19) freuen sich auf das neue 264 Quadratmeter große Budo-Center, das der TSV im Keller unter der Tennishalle plant. Die beiden trainieren Karate und gehören zu rund 120 bis 150 Aktiven, die beim TSV japanische Sportarten ausüben, dazu zählen auch Aikido, Jiu Jitsu, Kung Fu, Kendo oder Wing Tsun. "Krav Maga" wiederum hat seinen Ursprung in Israel.
"Budo boomt", sagt TSV-Geschäftsführer Joachim Lehmann. Budo ist der Oberbegriff für die japanischen Sportarten. Aber auch Boxer sollen im neuen Dojo, so wird eine Übungshalle für japanische Kampfkünste genannt, eine Heimat finden. "Vielleicht kommen auch Entspannungsgruppen, Yoga, eine Rückenschule oder Gesundheitssport dazu", mutmaßt Joachim Lehmann (60). Die jetzige Situation für die Sportler bezeichnet er als unbefriedigend. "Die Sportstätten-Situation in Glinde ist angespannt", sagt er, und die Ausstattung sei unzureichend. Eine Dreifeldsporthalle sei für Kampfsport ungeeignet, man brauche eigene Räume."Wir verzeichnen ein steigendes Interesse an diesen Sportarten, es sind in etwa zur Hälfte Frauen und Männer im Alter von 18 Jahren bis Ende 30, manche sind auch über 60 Jahre. Dieses Klientel wollen wir gerne halten."
Für rund 160.000 Euro soll der TSV-Keller zum Budo-Center werden. Ein Zuschuss vom Landessportverband in Höhe von 32.000 Euro ist bereits zugesagt, die Stadt gewährt ein Darlehen in Höhe von 40.000 Euro. Der Vorstand der AktivRegion Sieker Land Sachsenwald hat das Projekt einstimmig befürwortet. Der TSV könnte bei einer Förderquote von 45 Prozent einen Zuschuss von gut 60.000 Euro aus den Mitteln des Zukunftsprogramms Ländlicher Raum der Europäischen Union und des Landes Schleswig-Holstein erhalten. Rund 27.000 Euro bleiben als Eigenanteil für den TSV. Baubeginn soll im kommenden Sommer sein, als Bauzeit wird mit einem Jahr gerechnet.
Die sechs Säulen, die die 2,80 Meter hohe Deckenkonstruktion halten, werden mit einem Prallschutz verkleidet, ebenso wie die Wände, ein neuer Sportboden kommt in die Halle, Belüftung und Beleuchtung werden installiert, Umkleide- und Sanitärräume gebaut. "Die Budo-Sportler beteiligen sich zum Beispiel mit daran, den Keller leer zu räumen, den Sperrmüll zu organisieren und vorbereitende Arbeiten zu erledigen", erklärt Lehmann. Er wirbt dafür, Budo-Sport mehr wahrzunehmen. "Damit füllt man keine Arenen und hat auch keine Zuschauer-Massen", räumt er ein. Es gehe vielmehr um andere Werte.
"Wir verstehen unseren Sport als Freikampf", erklärt denn auch Christian Riebesell (49), Trainer und Sportchef für Karate beim TSV. "Es geht nicht um Hauen oder Schlagen, sondern wir kämpfen berührungslos - in gegenseitigem Respekt voreinander. Keiner soll verletzt werden. Bei uns stehen Beweglichkeit und Dynamik und der sportliche Aspekt im Vordergrund. Reflexe, die Haltung, das Selbstbewusstsein und die Selbstbehauptung werden trainiert. Natürlich ist Kampfkunst auch für die Selbstverteidigung geeignet", sagt er.
Für Sarah Melhelm und Collin Brühl, Träger des 1. Blaugurtes beziehungsweise des 2. Braungurtes, spielt dies eine große Rolle. - Die Gürtel sind eine europäische Erfindung und dienen primär der Motivation der Schüler. - "Der Sport hat mir geholfen", sagt Sarah. "Als ich abends einmal einem Betrunkenen begegnet bin, habe ich mich hilflos gefühlt. Das wollte ich ändern. Außerdem ist Karate ein super Ausgleich zur Schule." Collin ergänzt: "Ich war früher schüchtern. Der Sport hat mich selbstbewusster gemacht."




Stapelfeld und Wandsbek: gemeinsame Pläne
Gewerbegebiet gewinnt Kontur

Wirtschaftsminister Buchholz zeigt auf dem Plan das neue Gewerbegebiet.

Foto: Brockmann

Stapelfeld (bro) - Die Bundesautobahn A1 östlich von Hamburg und Stapelfeld markiert einen der dynamischsten Wirtschaftsräume in der Metropolregion. Um hier dauerhaft angebotsfähig zu bleiben, haben sich die Gemeinde Stapelfeld und der Hamburger Bezirk Wandsbek darauf verständigt, zwischen Rahlstedt und der Anschlussstelle Stapelfeld neue Gewerbegebiete zu erschließen. Es entstehen 26,5 Hektar Gewerbefläche im Bezirk Wandsbek und rund 13 Hektar auf dem Gebiet der Gemeinde Stapelfeld.
Am vergangenen Montag trafen sich in Stapelfeld Vertreter von Hamburg und Schleswig-Holstein, um einen "Letter of intent", auf Deutsch so viel wie Ab-sichtserklärung, zu unterzeichnen. Dafür saßen an einem Tisch Dr. Bernd Buchholz, Wirtschaftsminister von Schleswig-Holstein, Dr. Henning Görtz, Landrat des Kreises Stormarn, Jürgen Westphal, Bürgermeister von Stapelfeld, als Unterzeichner des Landes Schleswig-Holstein, und Frank Horch, Wirtschaftssenator in Hamburg, Dr. Dorothee Stapelfeldt, Hamburger Stadtent-wicklungssenatorin, und Thomas Ritzenhoff, Bezirks-amtsleiter Wandsbek, als Vertreter Hamburgs.
Mit der Unterzeichnung des "Letter of intent" bekundeten beide Seiten, dass sie alle Maßnahmen für die Realisierung des Projektes "Gemeinsames Gewerbegebiet" umsetzen werden. "Dieses Gewerbegebiet wird das erste sein, das die Landesgrenzen überschreitet und das erfüllt mich mit Stolz", so Frank Horch. "Hier wird nicht nur ein neuer, wichtiger Raum für kleine und mittelständische Produktions- sowie Handwerksbetriebe geschaffen, es ist vielmehr eine Erfolgsgeschichte interkommunaler Kooperation." "Ohne eifersüchtig auf Ländergrenzen zu schauen, ziehen Hamburg und Schleswig-Holstein hier an einem Strang", betonte Wirtschaftsminister Buchholz. "Die länderübergreifende gemeinsame Ausweisung von Gewerbegebieten ist ein zukunftsweisender Weg. Das Beispiel macht Schule, davon bin ich fest überzeugt", betonte er.
Landrat Dr. Görtz zeigte sich beeindruckt. Für ihn verdient die länderübergreifende Zusammenarbeit großes Lob. "Die neuen Gewerbegebiete Minerva Park und Victoria Park werden schon sehr bald als attraktive Standorte in Autobahnnähe von sich reden machen", ergänzte er.
Dorothee Stapelfeldt brach eine Lanze für die Landschaft, in der die neuen Gewerbegebiete liegen. "Hier in Wandsbek und Stapelfeld wollen wir den Charakter der Landschaft erhalten. Hier soll ein hochwertiges Gewerbegebiet mit sehr viel Grün entstehen", machte sie deutlich. "Die Landschaft im Umfeld soll für die Menschen vor Ort aufgewertet werden. Das ist ein positives Beispiel dafür, wie Gewerbeentwicklung im 21. Jahrhundert aussieht", erklärte die Senatorin nach der Unterzeichnung.
Die beiden Macher vor Ort, Wandsbeks Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff und Stapelfels Bürgermeister Jürgen Westphal, waren sich einig darin, dass sie beide vor Ort alle Bauleitpläne und Maßnahmen mit Nachdruck vorantreiben werden. "Ich hoffe, dass wir im nächsten Jahr vielleicht schon die ersten Bagger sehen können, die mit den Erdarbeiten auf dem Gelände der künftigen Gewerbegebiete beginnen", gab sich Thomas Ritzenhoff optimistisch.









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