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   Nr. 42
   17. Oktober 2017
   49. Jahrgang
   
 
OSTSTEINBEK
Erster Sozialer Garten eröffnet

"Essen ist fertig", ruft Laura aus Armenien aus dem Küchen- fenster des Jugend- zentrums Oststeinbek (Juzo). Ihre Stimme ist kaum hörbar, denn auf dem Grundstück am Meessen 32 klopfen mehrere Flüchtlinge mit Hammern Euro- paletten in die passende Form, Stich- sägen heulen auf.

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Außerdem diese Woche in der
Glinder Zeitung · Sachsenwald:

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3. Senioren-Tage waren ein Erfolg

Reinbek
VSW-Treffen bei Lutz Aufzüge

Wentorf
Ulrike Lenz ist die neue Pastorin


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Tennisspielerinnen des Gymnasiums erzielten in Berlin den zweiten Platz
Silbermedaille für Wentorf

Die erfolgreichen Tennis-Mädchen (v.l.): Anna Bögner, Nesrin Micic, Jana Bögner, Johanna Brauer, Lena Ludewig und als Verstärkung Luisa Bappert freuen sich über die Silber-Medaille.

Foto: PT

Wentorf (pt) - Überschäumen-de Freude bei den Tennisspie-lerinnen der Wettkampfklasse III des Gymnasiums Wentorf: Sie haben erfolgreich am Bundesfinale von "Jugend trainiert für Olympia" in Berlin teilgenommen und eine Silbermedaille mit nach Hause gebracht.
Zur Mannschaft gehören die Schwestern Anna und Jana Bögner, Johanna Brauer, Lena Ludewig und Nesrin Micic. Für die emotionale und logistische Unterstützung war auch Luisa Bappert dabei, die im vergangenen Jahr noch mit den übrigen Spielerinnen zusammen antreten konnte, in diesem Jahr jedoch schon zu alt für den Wettkampf ist. Betreut wurde die Mannschaft von der Tennistrainerin Nelly Bögner und dem Sportlehrer Volker Husmann.
An den drei anstrengenden und langen Wettkampftagen auf der Anlage des TC Blau-Weiß Berlin konnten die Wentorferinnen ihren fünften Platz aus dem Vorjahr noch überbieten und Platz zwei erreichen.
Das erste Spiel gewannen sie gegen Sachsen-Anhalt ohne Spielverlust. Der nächste Gegner hieß Nordrhein-Westfalen und war deutlich stärker besetzt. In einer umkämpften Auseinandersetzung konnten sie sich mit 3:3 Matches, 6:6 Sätzen, aber einem Vorsprung von einigen Aufschlagspielen durchsetzen und in das Halbfinale einziehen.
Auch wenn mit Baden-Württemberg eine der favorisierten Mannschaften im Halbfinale auf die Wentorferinnen wartete, wollten sie es damit nicht bewenden lassen und schraubten ihre Erwartungen noch weiter nach oben: Mit einem Sieg wären das Finale und eine sichere Silbermedaille erreichbar.
In den Einzeln konnte keine der Mannschaften sich entscheidend absetzen: die Mädchen aus Mannheim gewannen die ersten beiden Einzel. Aber Anna und Johanna konnten ihren Gegnerinnen mehr Spiele abnehmen als Jana und Lena gegen ihre Gegnerinnen abgaben.
So kam es beim Zwischenstand von 2:2 darauf an, die Doppel so zu spielen, dass der leichte Vorsprung ins Ziel gerettet wurde. Nesrin und Anna mussten sich im ersten Doppel letztlich zwar geschlagen geben, aber mit Geschick und Einsatz gelang es ihnen, den Gegnerinnen beim 6:4, 6:3 sieben Aufschlagspiele abzunehmen, so dass Jana und Johanna im zweiten Doppel den Gesamtsieg sicherstellen konnten.
Am Final-Tag trafen sie auf die Spielerinnen der Sportschule KGS Hemmingen aus Niedersachsen, die Vorjahressiegerinnen, die einen deutlichen 5:1-Sieg errangen. Die Niederlage war zunächst bitter, aber insgesamt hat die Mannschaft nicht nur ihre Erwartungen übertroffen, sondern auch wirklich gutes Tennis gespielt und als Team toll zusammengehalten.




"Wenn der Wecker nicht mehr klingelt"
Den Ruhestand bewusst gestalten

Laden zum Nachdenken über den Ruhestand ein: Rainer Pfarr, Kerstin Sonnenburg, Katrin Ackermann, Pastorin Sabine Spirigatis und Petra Palfi (v.l.).

Foto: Schult

Glinde (bs) - 63, 64, 65, Ruhestand.... und was nun? Das ist eine Frage, die man sich möglichst schon vorher stellen sollte. Davon sind die Mitglieder des Runden Tisches Senioren überzeugt. Sie organisieren deshalb einen spannenden Abend, der dazu anregen wird, sich mit dem Thema zu beschäftigen. "Wenn der Wecker nicht mehr klingelt! Was dann?" ist der Titel. "Wir wollen Menschen im Alter ab 55 Jahren ansprechen", erklärt Katrin Ackermann, die den Runden Tisch Senioren leitet. Denn die Phase nach dem Beruf sollte frühzeitig vorbereitet werden.
Anregungen dazu gibt es von Diakonin Kirsten Sonnenburg, der Leiterin des Bereichs "Leben im Alter" im Kirchenkreis Hamburg-Ost. Sie wird gemeinsam mit ihrer Kollegin Helga Westermann Informationen geben, aber auch dazu anregen, sich über Wünsche klar zu werden und neue Kontakte zu knüpfen. Es wird kein Vortrag im üblichen Sinne, denn die Teilnehmer können dabei selbst aktiv werden.
Außerdem werden Vereine und Organisationen, die ehrenamtliche Mitarbeiter suchen, vertreten sein. Sie erklären, um welche Aufgaben es geht, die man auch übernehmen kann, wenn man nicht Mitglied in einem Verein werden will. Für einen Imbiss wird ebenfalls gesorgt sein, so dass man sich ganz entspannt unterhalten kann. "Dabei können sich vielleicht auch Stammtische bilden", so Sonnenburg. "Im Kirchenkreis beschäftigen wir uns schon lange mit dem Thema", berichtet die Diakonin. "Denn wir hatten noch nie solche Alten." Nach dem Ruhestand seien die meisten noch sehr fit und aktiv und hätten zumeist "30 Jahre, die gestaltet werden wollen", so Sonnenburg.
Das ist ein Thema, das immer mehr Menschen betrifft; auch der Region Südstormarn, wie aus der Bevölkerungsprognose für den Kreis Stormarn hervorgeht. Danach sagen die Gutachter zum Beispiel für Glinde eine Zunahme von 38 Prozent des Bevölkerungsanteils voraus, der mindestens 65 Jahre alt ist.
Was in diesem Alter die passende Beschäftigung ist, ist individuell sehr verschieden. Zeit für Enkelkinder oder für Reisen, weiter arbeiten, mit verminderter Stundenzahl, Lernen, zum Beispiel bei der Volkshochschule oder ein Ehrenamt im sozialen Bereich sind einige der Möglichkeiten. "Für die Glinder gibt es in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft sehr viele Angebote", betont Katrin Ackermann. Während der Veranstaltung kann viele davon kennenlernen.
Allerdings muss natürlich nicht jeder im Ruhestand ehrenamtlich aktiv werden. "Wenn jemand damit zufrieden ist, zuhause auf dem Sofa zu sitzen, ist das auch in Ordnung", betont Kirsten Sonnenburg. Aber man sollte die Möglichkeiten kennen, die sich in Glinde und Umgebung bieten. Sie habe die Erfahrung gemacht, dass am Ende des Lebens gelte: "Man bedauert nie, was man getan hat, sondern man bedauert, was man nicht getan hat."
Für Petra Palfi und Rainer Pfarr ist das Engagement im Seniorenbeirat eine passende Beschäftigung im Ruhestand. "Dabei bleibt auch noch genug Zeit für anderes," betonen beide. Das sei ihnen wichtig.
Der Seniorenbeirat gehört zum Runden Tisch Senioren in Glinde. Weitere Mitglieder sind die Kirchengemeinde St. Johannes, Sabine Spirgatis "Seelsorge im Alter", die Katholische Kirchengemeinde, die Sönke-Nissen-Park Stiftung, die Senioren Union, der Diskussionstreff 60plus, die Gleichstellungsbeauftragte Kerstin Schoneboom, die Sozialarbeit Glinde im DPWV, der TSV, der Ortsverein der Arbeiterwohlfahrt und das Deutsche Rote Kreuz.
Die Veranstatlung "Wenn der Wecker nicht mehr klingelt!" findet statt am Freitag, 17. November, von 18.30 bis 21 Uhr im Gutshaus, Möllner Landstraße 53. Der Eintritt ist frei. Um Anmeldungen wird jedoch gebeten bei Katrin Ackermann, Telefon 040-710 004 25, E-Mail: k.ackermann@gutshaus-glinde.de.









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