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   Nr. 16
   18. April 2017
   49. Jahrgang
   
 
REINBEK
Ministerin Monika Heinold zu Gast im e-Werk

Die Spitzenkandidatin der Grünen und Finanzministerin im Kabinett Albig, Monika Heinold, war auf einen Sprung in Reinbek auf Wahlkampf, mal ohne Öffentlichkeit. Sie traf auf Einladung der Reinbeker Grünen mit deren Fraktionschef Günter Herder-Alpen, Christel Osbahr und Malte Harlapp, Direktkandidat der Grünen im hiesigen Wahlkreis, zusammen. Sie besuchten gemeinsam das Freizeitbad sowie das e-Werk Sachsenwald. Im Fokus ihres Besuchs standen die Energiesparmöglich- keiten. Holger Kehl, Betriebsleiter des Freizeitbades, und Thomas Kanitz, Geschäftsführer des e-Werks, begrüßten die Besucherin im Freizeitbad, wo neben der Schwimmhalle das mit Erdgas betriebene Blockheizkraftwerk Ziel war. Das Werk ist in Kooperation mit dem e-Werk entstanden und versorgt CO2-arm das Bad zu 50 Prozent mit Wärme sowie Strom, was auch die Ministerin beeindruckte.

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Außerdem diese Woche in der
Glinder Zeitung · Sachsenwald:

Glinde
Plattdeutsche Komödie steht auf dem Programm

Oststeinbek
Männerchor besteht seit 140 Jahren

Glinde
Auszeichnung für die Sönke-Nissen-Schule


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Die Wirtschaftsinitiative Wentorf lädt zum verkaufsoffenen Sonntag
Ein Frühling der Attraktionen

Bei Möbel Schulenburg können sich die Besucher am verkaufsoffenen Sonntag unter freiem Himmel stärken.

Foto: Prädel

Wentorf (hap) - Im Kreise der Familie oder Freunde einmal ohne Zeitdruck shoppen, durch die Geschäfte bummeln und in kleinen Pausen zwischendurch einen Snack genießen - dazu gibt es beim Wentorfer Frühling am 22. und 23. April wieder ausreichend Gelegenheit. Die Wirtschaftsinitiative lädt zusammen mit zahlreichen Wentorfer Gewerbetreibenden zu dem Event mit verkaufsoffenem Sonntag ein: Denn am 23. April haben viele Geschäfte im Ort geöffnet und locken mit Attraktionen sowie oftmals deutlichen Preisnachlässen.
Bei Möbel Schulenburg wird der Wentorfer Frühling traditionell mit der großen Garten-Fachausstellung am Sonnabend eröffnet.




Schäuble auf Einladung von Kilian in Glinde
Hilfe aus Berlin im Wahlkampf

Dr. Wolfgang Schäuble.

Foto: Mommert

Glinde (mom) - Der Bundesfinanzminister Dr. Wolfgang Schäuble hat vor rund 350 Zuöhrern in Glinde den CDU-Landtagskandidaten für den Wahlkreis Stormarn-Süd/Wentorf Lukas Kilian unterstützt, der sich zur Landtagswahl am 7. Mai äußerte. Außerdem erklärte er Positionen der CDU zur Bundestagswahl am 24. September.
Es gab keine freien Plätze mehr, einige Besucher mussten sogar stehend die Wahlkampfveranstaltung der CDU im Forum des Schulzentrums verfolgen.
Kilian, seit 13 Jahren in der Kommunalpolitik aktiv vor Ort und seit zehn Jahren im Landkreis, begrüßte Deutschlands dienstältesten Abgeordneten im Bundestag Dr. Wolfgang Schäuble.
"Er war schon Chef des Kanzleramts, als ich geboren wurde", sagte er über seinen Gast aus Berlin. Die Veranstaltung war eine runde Sache für die CDU, ein gut gelaunter Finanzminister und ein glücklicher Kandidat Kilian begeisterten die zahlreichen Besucher.
Kilian (30) stellte souverän sein Wahlkampfprogramm vor. Er möchte die Politik unter der Kieler Käseglocke beenden: "Den Süden des Landes hat Kiel aus den Augen verloren, bei Lübeck ist Schluss", beklagte er sich.
Es fehle bezahlbarer Wohnraum im Speckgürtel der Metropolregion, sagte er weiter. Zudem seien die Kita-Beiträge in Schleswig-Holstein am höchsten. Das Land streicht den Kommunen Geld, hier wollen wir ansetzen, versprach er.
Auch die Sicherheit hatte er im Blick: "Immer mehr Private schaffen sich Waffen an", beklagte er, "und Schleswig-Holstein hat 60 Polizeidienststellen geschlossen, es gibt dadurch weniger Aufsicht."
Dabei sind wir eine Einbruchshochburg, und das bei der schlechtesten Aufklärungsquote." Außerdem müssen die Straßen besser werden, da habe auch die CDU Fehler gemacht, gestand Kilian. "Es wurde landesweit kein Kilometer Straße neu gebaut, Gelder dafür aus Berlin nicht abgerufen", sagte er. Kilian setzt sich zudem für eine Rückkehr zu G9 an Gymnasien ein und bekam viel Zustimmung dafür von den Besuchern.
Schäuble hatte in Glinde ein Heimspiel, er erntete immer wieder viel Applaus. Mit dem Finanzminister kam etwas von der großen Politik nach Glinde. Schäuble sprach frei und berichtete von der erfolgreichen Geldpolitik der Union.
"Uns geht es im Vergleich zu anderen Ländern gut, obwohl wir viele ältere Mitbürger und hohe Schulden haben", sagte er. Aber seit 2014 mache Deutschland keine neuen Schulden mehr, habe eine niedrige Arbeitslosenquote und profitiere vom Euro, so Schäuble. Mit Blick auf den neuen starken SPD-Mann Martin Schulz sagte der Minister, dass die CDU bereits für das Jahr 2025 plane, während die SPD dabei sei, die Agenda-Politik von 2003 zu korrigieren. Auch sorgten Steuersenkungen bei der SPD für reflexartige Empörung. Aber er plädiert für eine Senkung der Steuern und hat dabei auch den Soli im Visier; den möchte er ab 2020 schrittweise absenken. Der Finanzminister sprach sich für die Stärkung der Familien aus, das stärke auch die Gesellschaft. Auch sei die Integration von Flüchtlingen noch nicht beendet, werde aber abgearbeitet. "Wir müssen Afrika stabilisieren, um Europa zu sichern", plädierte er und forderte, dass die EU selbst bestimmen müsse, wer hierher kommt. "Das dürfen wir nicht den Schlepperbanden überlassen, mit den Mittelmeeranrainern müssen Abkommen verhandelt werden."
Auf dem Finanzsektor hält Schäuble Mario Draghi für einen guten Geldfachmann: "Er hält die Zinsen der EZB niedrig, damit die ärmeren Länder nicht noch weiter ins Minus rutschen. Das kurbelt aber auch den Export der Deutschen an. Zu der Kritik über Deutschlands Überschüsse, gerade auch aus Amerika, sagte Schäuble unter anderem, er hätte niemals Donald Trump gewählt, International werde Angela Merkel als die beste Krisenmanagerin angesehen, nicht Martin Schulz, betonte Schäuble mit Blick auf die anstehende Bundestagswahl.
Die Fragen aus dem Publikum beantwortete Schäuble sehr eingehend: "Ich antworte so ausführlich, damit Sie nicht so viel fragen können", scherzte er.
Mit Standing Ovations wurde Wolfgang Schäuble nach der zweistündigen Veranstaltung von den über 350 Besuchern verabschiedet.









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