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   Nr. 38
   20. September 2016
   48. Jahrgang
   
 
GLINDE
Ende von fünf Jahren Protest am Glinder Berg

"Bürgerinitiative ‚Glinde gegen rechts', Mahn- wachen 2011 - 2016, Art. 1/1 GG: ‚Die Würde des Menschen ist unantastbar'." So lautet die Inschrift der Granitplatte von der Glinder Firma Sack, die nun am Glinder Berg in den Bürgersteig ein- gelassen ist. Und zwar in direkter Sichtlinie vor dem umstrittenen Klamottenladen "Tønsberg".

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REINBEK
"Schwerer Schaden für den Brandschutz"

Die Grünen und die Wählergemeinschaft Forum21 wollen das Rad der Zeit zurückdrehen. Obwohl die Pläne für den Bau einer neuen Feuer- wache am Mühlen- redder seit zweieinhalb Jahren weit gediehen sind, möchten sie die Entscheidung für den Standort auf dem Grandplatz der TSV Reinbek aufheben. Entsprechende Anträge werden in der Stadtverordneten- versammlung am Don- nerstag, 29. September, zur Abstimmung gestellt.

 
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Außerdem diese Woche in der
Glinder Zeitung · Sachsenwald:

Oststeinbek
Marktfest bleibt eine feste Größe

Barsbüttel
"HamburgerTüddelband" für Kirsten Boie


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Wentorf: Andreas Hein unterlag bei der Bürgermeisterwahl
Klarer Sieg für Dirk Petersen

Wentorfs neuer Bürgermeister heißt Dirk Petersen (Bündnis 90/Die Grünen), hier zusammen mit seiner Ehefrau Esther.

Foto: Rutke

Wentorf (sr) - Wentorf bekommt den ersten grünen Bürgermeister: Dirk Petersen, Kandidat von Bündnis 90/Die Grünen, konnte sich am Sonntag mit einer klaren Mehrheit von 56 Prozent (2.709 Stimmen) gegen An-dreas Hein (CDU) durchsetzen, der 44 Prozent (2.130 Stimmen) erreichte. Die Wahlbeteiligung lag bei 47,6 Prozent. Von 10.269 wahlberechtigten Bürgern gaben 4.893 ihre Stimmzettel ab, nur 54 davon waren ungültig.
Rund 100 Bürger erlebten im Sitzungssaal des Rathauses einen wahren Wahlkrimi, als nach der Schließung der zwölf Wahllokale um 18 Uhr die Auszählung der Stimmen begann. "Es wird ein enges Rennen", lautete die Prognose des amtierendem Bürgermeisters Matthias Heidelberg um 18.20 Uhr. Fünf Minuten zuvor lagen die Ergebnisse der ersten beiden Wahlbezirke vor und es zeichnete sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen ab.
Gebannt verfolgten die Bürger am Monitor die Auszählung. Im Minutentakt wurden Ergebnisse bekannt: Im Wahlbezirk 10 (Feuerwehrgerätehaus) führte Hein mit 54,51 Prozent, dicht gefolgt von Petersen mit 45,49 Prozent. Sechs Minuten später lag das Ergebnis aus Wahlbezirk 8 (Rathaus 1) vor: Jetzt führte Petersen mit 53,27 Prozent vor Hein mit 46,73 Prozent. Die Spannung im Raum stieg mit jedem neuen Ergebnis, Zahlen wurden kommentiert und am Handy durchgegeben.
Nach 20 Minuten lagen die Ergebnisse aus sechs der zwölf Wahlbüros vor und es zeichnete sich bereits ein deutlicher Vorsprung für Petersen ab, er lag mit 52,36 Prozent vorne.
Dann dauerte es, bis weitere Zahlen kamen, das Stimmengemurmel nahm zu, die Spannung stieg weiter. Andreas Hein, der die Auszählung im Saal verfolgte, sah zusehends enttäuschter aus. Um 19 Uhr betrat Bürgermeister Matthias Heidelberg den Saal und wandte sich an die Anwesenden: "Ich kann Ihnen jetzt das Ergebnis mitteilen: Dirk Petersen hat die Wahl mit 56 Prozent der Stimmen gewonnen." Donnernder Applaus brandete auf. Ein strahlender Dirk Petersen lachte ins Publikum und riss die Arme hoch. Zusammen mit seiner Frau Esther nahm er die Glückwünsche entgegen. Die Frage Heidelbergs, ob er die Wahl annehme, beantwortete Petersen mit einem deutlichen "Ja". Damit wird Wentorf ab April 2017 zum ersten Mal einen "grünen" Bürgermeister haben. Anschließend wandte sich Dirk Petersen an die Bürger: "Ich verspreche Ihnen, ein guter Bürgermeister zu sein."
Nach dem spannenden Ausgang der Wahl erklärte Petersen, dass er auf ein knappes Resultat gehofft habe. "Mit diesem klaren Ergebnis habe ich allerdings nicht gerechnet", freute sich der 59-Jährige. Um sich etwas abzulenken, hat er den Wahltag mit seiner Familie in Hamburg verbracht. "Wir haben eine Ausstellung besucht und sind essen gegangen", sagt er. Auf dem Weg zurück nach Wentorf sei die Aufregung merklich gestiegen. "Jetzt freue ich mich, mit Freunden zu feiern", so Wentorfs künftiger Bürgermeister nach der Wahl.
Einen der Gründe, warum er die Wähler so klar überzeugt hat, sieht Petersen in der Tatsache, dass er an der Podiumsdiskussion eine Woche vor der Wahl teilgenommen hat. "Man muss sich auch unbequemen Fragen der Bürger stellen", meinte Dirk Petersen.
Andreas Hein wird bis zur nächsten Kommunalwahl 2018 Bürgervorsteher bleiben.




Jubiläum in 2017 mit vielen Festveranstaltungen
Kreis Stormarn feiert 150 Jahre

Sigrid Kuhlwein.

Foto: Iwohn

Stormarn (ciw) - Der Kreis Stormarn feiert im kommenden Jahr sein 150-jähriges Bestehen. Ein Festakt zu diesem Jubiläum ist am 22. September im Reinbeker Schloss geplant. Denn die Stormarner Kreisgründung erfolgte eben hier, und Reinbek war damals Kreisstadt. Erst in den 1870er Jahren übernahm Wandsbek diese Funktion, 1949 Bad Oldesloe.
Hintergrund für die Neugründung des Kreises Stormarn im Jahre 1867 war der preußisch-österreichische Krieg, den Preußen ein Jahr zuvor gewann. In diesem Zuge galt in den beiden vormaligen Herzogtümern Schleswig und Holstein preußisches Recht.
Es kam 1987 zur Gründung fast aller heutigen Landkreise im nördlichsten Bundesland, eine Ausnahme machte das Herzogtum Lauenburg, das vorerst seinen Status als Herzogtum behielt.
Der Kreis Stormarn feiert sein Jubiläum neben dem Festakt mit einem bunten Fächer von Veranstaltungen, teilte die Vorsitzende des Kreiskulturausschusses Sigrid Kuhlwein (73) mit. Die drei Themen "Stormarns Weg in die Moderne", "Bildung und Medien" sowie "Natur und Freizeit" sowie ein Erlebnistag der Kreisverwaltung am 24. Juni 2017 sind die Oberthemen. Die Mitarbeiter der Verwaltung gestalten den Erlebnistag. Ein Bühnenprogramm im Innenhof ist geplant.
Vereine, Verbände und Organisationen, die in diesem Jahr einen runden Geburtstag feiern, thematisieren das 150-jährige Kreisjubiläum: Der Kreissportverband wird 70 Jahre, die Wirtschafts- und Aufbaugesellschaft Stormarn feiert 60-jähriges Bestehen, und die Volkshochschule Sachsenwald blickt auf 70 Jahre zurück.
Auch Reihen, wie die 4. Kultur- und Geschichtstage vom 24. April bis zum 5. Juni 2017 stehen ganz im Zeichen des Jubiläums. Das Stormarner Figuren-Theater-Festival vom 12. Februar bis 17. April ist im Schloss Reinbek und in verschiedenen Orten zu Gast. Eine Vortragsreihe vom Kreisarchiv zeigt am 10. Januar "Reinbek im Bild", am 2. Februar "Glinde im Bild" und am 23. Februar "Barsbüttel im Bild".
Auch viele der etwa 60 Einzelveranstaltungen werden in Südstormarn angeboten. Im Gasthof Schwarzenbeck in Havighorst organisiert Martin Habersaat einen Vortrag "Kulinarik und Ausflugsziele" am 24. Februar, ebenso "Bille Geschichte und Geschichten" - ein Rundgang mit Berndt Fischbeck in Reinbek am 30. April. Natur- und Landschaftsfotografie aus Stormarn wird vom 20. oder 23. April bis 24. Mai im Rathaus Oststeinbek ausgestellt.
Am 22. April findet Urban-Sketching im Kratzmannschen Hof in Oststeinbek statt. "Leben auf dem Gut Glinde" wird vom 28. April von der Sönke-Nissen-Park Stiftung thematisiert. "Freizeitnutzung - Ausflugslokale" heißt ein Vortrag von Professorin Dr. Brigitte Schmitt-Lauber von der Universität Wien am 29. April. Dr. Marlies Lehmann spricht am 2. Mai über die Geschichte der Volkshochschulen. Dr. Burkhard Hennigs lädt am 6. oder 13. Mai ein zu einem Busauflug mit Anmeldung zu Denkmälern der Region mit dem Schwerpunkt Reinbek und Trittau. Start und Ende ist jeweils Reinbek. Ende Juni spricht Dr. Johannes Spallek über Künstler der Hamburger Sezession in der Glinder Mühle. Einen Vortrag bietet er mit dem Freundeskreis der Südstormarnschen Kreisbahn über die Geschichte der Bahn an.
Die nächsten Beratungen über das Festprogramm und seinen Etat erfolgen in der Kreiskulturausschussitzung am 11. Oktober.
Ein Flyer erscheint voraussichtlich Ende des Jahres.









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