Verlag Hans-Jürgen Böckel GmbH, Beim Zeugamt 4, 21509 Glinde, Telefon 040/710 90 80, Fax 040/710 90 888, E-Mail: info@glinder-zeitung.de, Druckauflage 41.400
 Wöchentlich an die Haushalte in Aumühle, Barsbüttel, Boberg, Börnsen, Braak, Brunsbek, Glinde, Oststeinbek, Reinbek, Stapelfeld, Wentorf, Witzhave und Wohltorf
  Home Mediadaten Impressum Wir über uns AGB´s Kontakt Anzeigenaufnahme
   Nr. 3
   17. Januar 2017
   49. Jahrgang
   
 
GLINDE
Viele VHS-Kurse setzen neue Akzente

Angebote, speziell nur für Frauen, Ver- anstaltungen zum 150. Jubiläum des Kreises Stormarn sowie zum 500. Reformations- jubiläum der evangelischen Kirche sind Highlights im Frühjahrs-Semester der Volkshochschule (VHS) Glinde. "Die getrennten Kurse für Aquagymnastik und Schwimmen für Muslima, die gut angenommen werden, haben dazu geführt, dass wir diese Angebote aufgrund der Nachfrage auch allgemein für Frauen ins Programm genommen haben", sagte Volkshochschul- leiterin Dr. Marlies Lehmann. Frauen können jetzt unter vier Angeboten wählen.

weiter
 
Außerdem diese Woche in der
Glinder Zeitung · Sachsenwald:

Reinbek
Buchwald-Ausstellung im Schloss

Wentorf
WIW-Empfang mit drei Bürgermeistern

Glinde
Ministerin Alheit beim SPD-Neujahrsempfang

Börnsen
Neujahrsempfang Auftakt ins Jubiläumsjahr


SONDERSEITEN:

Wir in Glinde

Aktiv im Alter



Staatsministerin besuchte die Otto-von-Bismarck-Stiftung
Starker Rückenwind aus Berlin

Monika Grütters, Staatsministerin für Kultur und Medien, ließ sich die Exponate in der Dauerausstellung erklären von Vorstandsmitglied Dr. Gerold Letko (l.) und Dr. Ulrich Lappenküper.

Foto: Rutke

Friedrichsruh (sr) - Staatsministerin Monika Grütters, Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), hat der Otto-von-Bismarck-Stiftung jüngst einen Besuch abgestattet. Für Professor Dr. Ulrich Lappenküper, Geschäftsführer der Stiftung, war es ein erfreulicher Besuch, wie er betont. "Jetzt haben wir starken Rückenwind der BKM für unser großes Projekt." Der geplante multifunktionale Neubau, in dem ein Veranstaltungsraum und die Bibliothek Platz finden sollen, hat sich bereits um ein Jahr verzögert. Lappenküper erklärte: "Die Ministerin wünscht, die großen Projekte zu fördern und das ist das entscheidende Signal für uns." Die BKM habe am 5. Januar den Planungsauftrag für den Neubau erteilt. Jetzt hoffen die Historiker, dass die übrigen beteiligten Instanzen schneller arbeiten. "Nun ist kein Sand mehr im Getriebe", so Geschäftsführer Lappenküper.
Der Besuch von Monika Grütters war der dritte Besuch eines Staatsministers aus dem BKM in Friedrichsruh in 17 Jahren. 2000 war Michael Naumann zu Gast, 2008 Bernd Neumann und nun Monika Grütters. Sie ist seit 2013 im Amt und als Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien fallen die fünf deutschen Politiker-Gedenkstiftungen in ihr Ressort. Für die Ministerin war es der erste Besuch in der Bismarck-Stiftung. "Das sieht ja toll aus hier", war ihr erster Eindruck, als sie das ehemalige Bahnhofsgebäude, in dem die Stiftung ihren Sitz hat, betrat. "Ich komme rein und bin gleich ein bisschen beeindruckt."
Zusammen mit Norbert Brackmann (MdB), Vorsitzender des Fördervereins der Stiftung, begrüßten der Geschäftsführer Professor Dr. Ulrich Lappenküper und seine Vorstandsmitglieder Dr. Rüdiger Kass, Dr. Gerold Letko und Dirk Hansen die Gäste.
Die anschließende Führung durch die Dauerausstellung übernahm der Museumspädagoge Dr. Maik Ohnezeit.
Die aktuelle Dauerausstellung ist gestaltet mit "Flachware", so heißen im Fachjargon zweidimensionale Exponate wie Texte, Plakate oder Fahnen. Sie soll nach dem Wunsch der Historiker komplett neu gestaltet werden. "Wir möchten die Ausstellung gerne mit neuen Mitteln und neuen Erkenntnissen anreichern", so Vorstandsmitglied Dr. Rüdiger Kass. Die Art der Präsentation entspricht nicht mehr der an anderen Ausstellungsorten. Das soll sich in der neuen Dauerausstellung ändern, die mit Errichtung des Neubaus geplant ist. "Unser Ziel ist es, mehr Originalobjekte zu zeigen und neue Medien für die Gestaltung zu nutzen", so Lappenküper. "Wir müssen die neuen Seh- und Besuchergewohnheiten berücksichtigen, um auch jüngere Besucher zu erreichen." Es gilt, die Mitte zu finden zwischen der Gefahr einer Übertechnisierung und der bisherigen Didaktik.
"Wir haben einen historisch-politischen Bildungsauftrag", so Kass. Ziel sei es, das Interesse an Otto von Bismarck und seiner Zeit immer wieder zu wecken und eine möglichst breite Öffentlichkeit zu erreichen.
Den direkten Draht ins Ministerium haben die Historiker nach dem gestrigen Besuch. "Die Ministerin hat heute gesehen, dass sie mit dem Stiftungsgebäude ein Kleinod in ihrem Verantwortungsbereich hat", sagt Lappenküper.




Ein Abend, der Stormarn in Bewegung bringt
Die Vielfalt des Sports erleben

Stormarn (bs) - Sportzeug einpacken und los, heißt es am Freitag, 27. Januar, in vielen Orten im Kreis. Dann lockt die erste "Lange Nacht des Sports", zu der der Kreissportverband (KSV) aufgerufen hat. Zahlreiche Vereine machen mit und laden alle Stormarner zum Zuschauen, Ausprobieren und zu Informationsgesprächen ein. Verschiedene Sparten der Vereine stellen ihre Angebote damit vor und bieten unter anderem wenig bekannte Sportarten wie Flamenco oder Deep Impact Power an. Jeder Verein hat sein Programm individuell gestaltet. Begonnen wird überall um 18 Uhr. Wie lang die Nacht wird, ist von Verein zu Verein unterschiedlich, zumeist ist um Mitternacht Schluss. Es gibt keine Altersbegrenzung. Außerdem kann an diesem Abend alles kostenfrei getestet werden.
Die Idee zu dem Projekt hatte KSV-Geschäftsführerin Verena Lemm. Wir wollen immer wieder etwas Neues bieten", erklärt sie. Eine "Lange Nacht des Sports" gab es als zentrale Veranstaltung auch schon in anderen Bundesländern. Doch so wie in Stormarn, durch den ganzen Kreis verteilt von Hamberge bis Reinbek, ist sie bisher einmalig.
"Wir wollen die Vielfalt des Sport in Stormarn erlebbar machen", erklärt der KSV-Vorsitzende Adelbert Fritz. "Es geht darum, neue Mitglieder zu werben und die eigenen Leistungen gut zu verkaufen." Die Veranstaltungen böten Interessenten die Möglichkeit, zu testen, welche Sportart für sie die richtige sein kann. 18 Vereine sind dabei, die größeren zumeist nur mit einigen Sparten.
Der KSV bietet den Rahmen, hat Vordrucke für Plakate und Flyer bereitgestellt und eine Homepage (www.stormarner-lange-nacht-des-Sports.de) ins Internet gestellt. Von dort führen Links zu den Angeboten der Vereine, die ihre Programme mit Zeiten und Ortsangaben eigenständig darstellen. Aus Südstormarn machen der TSV Glinde und die TSV Reinbek mit.
Breit gefächert ist das Programm in Reinbek - von Tanzen bis Gymnastik, von Fußball bis Aikido, von Vorführungen bis zu Turnieren - sollte für fast jeden etwas dabei sein. Dabei bieten sich viele Möglichkeiten zum aktiven Mitmachen.
Budo und Gymnastik sind Schwerpunkte in Glinde, wo außerdem Tanzen und ein Besuch im Fitnesstudio zu den Angeboten zählen. Ausdauer, Kraft und Gesundheit - mit Gymnastik lässt sich vieles verbessern. "Wir wollen darstellen, wie vielfältig Gymnastik ist und wieviel Spaß die Bewegung macht", erklärt Fachbereichsleiterin Roswitha Kindt. "Für jedes Alter ist etwas dabei", versichert sie.
Es zählt weder Eintrittsalter noch derzeitige körperliche Fitness, heißt er auch bei der Budo-Abteilung, die Sportarten wie Karate, Jiu Jitsu, Wing Tsun, Capoeira und Taekwon-Do vorstellt. Viele Menschen wissen nicht, was sich wirklich dahinter verbirgt, erklärt Fachbereichsleiter Olaf Volkert, weshalb sich seine Abteilung bei der Langen Nacht des Sports engagiert. "Das wollen wir ändern."
Ganz wichtig ist ihm dabei zu erklären, dass es bei den sogenannten "Kampfsportarten" absolut nicht um das Zuschlagen geht. Wer sich prügeln möchte, ist beim Budo falsch. Wer lernen möchte, sich gekonnt zu bewegen, sollte die "Lange Nacht des Sports" nutzen, um die verschiedenen Möglichkeiten zu erkunden.









Hier finden Sie unsere Ausgaben als PDF-Dateien