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   Nr. 34
   23. August 2016
   48. Jahrgang
   
 
STORMARN
WAS-Akten ans Kreisarchiv übergeben

Im kommenden Jahr wird die Wirtschafts- und Aufbaugesellschaft Stormarn (WAS) 60 Jahre alt - Zeit, sich von alten und nicht mehr benötigten Unterlagen zu trennen. Da kam die Anfrage aus dem Kreisarchiv gerade zur richtigen Zeit. Dort sucht man für die Vorbereitung des Kreisjubiläums nach wichtigen Doku- menten zur Stormarner Geschichte. Schnell waren sich WAS- Geschäftsführer Detlev Hinselmann und Kreisarchivar Stefan Watzlawzik einig, dass die Akten gut im Kreisarchiv aufgehoben sind. Detlev Hinsel- mann: "Und falls wir doch nochmal etwas in den Verträgen nach- schlagen müssen, sind die Wege ja sehr kurz, da wir uns im gleichen Gebäude befinden".

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REINBEK
Stadtfest-Spende für Jugendrotkreuz

Im Rahmen des Stadtfestes unter dem Motto "778 Jahre - Von Reinbekern für Rein- beker" hatte das Organisationsteam Spenden für einen guten Zweck ge- sammelt. Diese Spende ist nun dem Jugendrotkreuz Rein- bek übergeben worden. Die Jugendgruppen- leiter Anja sowie Sönke Rieck und ihre Aktiven bekamen die Summe in Höhe von 128,55 Euro stell- vertretend für das Organisationsteam von Elke Schliewen über- reicht.

 
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Außerdem diese Woche in der
Glinder Zeitung ˇ Sachsenwald:

Glinde
Schnäppchen beim Flohmarkt

Wentorf
Vandalismus an Plakaten zur Bürgermeisterwahl


SONDERSEITEN:

Auto News



Das Sachsenwald Soundorchester gibt am 4. September ein Konzert vor Eisenbahn-Kulisse
Bigbandsound im alten Lokschuppen

Die 22 Musiker des Sachsenwald Soundorchesters laden am Sonntag, 4. September, zu einem kostenlosen Konzert im Aumühler Lokschuppen ein.

Foto: PT

Aumühle (pt) - Der Lokschuppen in Aumühle ist immer ein Ziel für einen gelungenen Familienausflug.
Im dort untergebrachten Eisenbahnmuseum des Vereins Verkehrsamateure und Museumsbahn können Groß und Klein historische Lokomotiven bestaunen und befühlen, Passagierwaggons von innen inspizieren, Schweißern bei der Arbeit zusehen und sogar mit der Feldbahn und der Draisine fahren.Am Sonntag, 4. September, lohnt sich der Weg nach Aumühle besonders.
Vor der großen Dampflok baut sich ab 14.30 Uhr das Sachsenwald Soundorchester auf. Bei ihrem Jahreskonzert zeigen die 22 Musiker bei freiem Eintritt das Repertoire der aktuellen Saison. Bandleader Melf Hollmer und die zahlreichen Trompeten, Saxophone und Posaunen geben Jazzklassiker wie "In the Mood", "Basin Street Blues" oder passenderweise "Morning Train" zum Besten. Dazu kommen moderne Arrangements der Songs von Michael Jackson, Udo Jürgens und Amy Winehouse im Bigband-Gewand. Sängerin Dorothee Gluderer lässt es mit "Something Stupid" auch ruhig angehen, während Tango und Swing-Stücke das Publikum zum Tanz auf dem Bahnsteig einladen.
Saxophonist Jens Ambrock ist vom Aumühler Publikum besonders begeistert. Für ihn sind die Lokschuppenkonzerte das Highlight des Jahres.
Zur Stärkung nach dem Konzert gibt es Kaffee und Kuchen zum kleinen Preis. Die Musiker und ihre Familien bieten ihre liebevoll selbst gebackenen Kuchen und Torten an.
Wer nicht nur Freude am Backen hat, sondern auch selbst mitspielen möchte, sollte sich unter der E-Mail Adresse info@sso-ev.de melden.
Im Bereich der Rythmusinstrumente wie Gitarre werden derzeit besonders neue Bandmitglieder gesucht.




Gleichstellungsbeauftragte fordert Parité-Gesetz
"Mehr Frauen in die Parlamente"

Kerstin Schoneboom.

Foto: Iwohn

Glinde (ciw) - "Mehr Frauen in die Kommunalparlamente" fordert Kerstin Schoneboom, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt, ebenso wie unter anderem die Landesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten Schleswig-Holstein, die diese Forderung unterstützt.
Die Zeit drängt, denn die nächsten Wahlen stehen schon vor der Tür: die Landtagswahl im Frühjahr 2017, die Bundestagswahl im Herbst 2017 und die Kommunalwahl im Frühjahr 2018, diese Termine hat Schoneboom fest im Blick. Immerhin sitzen in den Kommunalparlamenten des Landes nur 25 Prozent Frauen, 2003 waren es nur 20,6 Prozent. In Glinde sind diese Zahlen allerdings rückläufig. In der Stadtvertretung gibt es zurzeit 22 Prozent Frauen, in der vorletzten Legislaturperiode lag der Anteil bei 30,7 Prozent. In den drei Fraktionen zeigen sich Unterschiede. So haben Bündnis 90/Die Grünen einen Frauenanteil von 25 Prozent, die SPD 22,2 Prozent und die CDU 16,7 Prozent. Im Stormarnschen Kreistag liegt der Frauenanteil bei 37,7 Prozent. Um diesen Anteil zu erhöhen, setzt sich Schoneboom für ein Parité-Gesetz nach französischem Vorbild ein, das im Nachbarland gut funktioniert und seit 2001 den gleichen Zugang von Frauen und Männern zu Wahlmandaten und auf Wahl beruhenden Ämtern vorschreibt. In den Kommunal- und Regionalparlamenten ist der Frauenanteil auf 48,5 Prozent beziehungsweise 47,6 Prozent gestiegen. Die Wahlbeteiligung ist höher geworden. Gesetzliche Paritéregelungen gelten bereits in acht EU-Mitgliedstaaten.
In Deutschland hat sich ein "Aktionsbündnis Parité in Parlamenten" gebildet, das eine Popularklage vor dem Bayerischen Verfassungsgericht erheben will, um das Wahlrecht im Freistaat auf seine Verfassungsmäßigkeit überprüfen zu lassen. Vertreten wird das Bündnis von Professorin Dr. Silke Laskowski (Kassel), die damit rechnet, dass davon eine Signalwirkung für das ganze Bundesgebiet ausgehen könnte.
Immerhin stehen im deutschen Bundestag 63,5 Prozent Männer und 36,5 Prozent Frauen 32 Millionen Wählerinnen und 30 Millionen Wählern gegenüber.
"Frauen sind nicht gleichberechtigt in politischen Entscheidungsgremien vertreten", beklagt Schoneboom. "Das ist nicht rechtmäßig. Die Wahlgesetze müssen geändert und ein rechtlicher Rahmen geschaffen werden, so dass über Listen Frauen und Männer 50:50 gewählt werden können."
Als einen Schritt in die richtige Richtung sieht Schoneboom ein Mentoring-Projekt, das von Anfang 2016 bis zum Sommer lief und vom Helene Weber Institut unterstützt wird.
Das kommunalpolitische Frauennetzwerk "KOPF Stormarn" bietet am 19. September außerdem einen Workshop an, um Frauen stärker an kommunalpolitischen Entscheidungen zu beteiligen und ihnen einen einfacheren Zugang zu Netzwerken zu ebnen, eventuell indem man in einer politischen Partei aktiv wird. "Eine Schnupperveranstaltung, die Lust auf Politik machen soll", kommentiert Schoneboom.
"Wir stehen allerdings vor einer Situation, dass es bei uns eine Politikmüdigkeit und -verdrossenheit gibt. Dennoch sind viele Frauen aktiv", so die Gleichstellungsbeauftragte - in Glinde zum Beispiel bei den Themen Tempo 30 in der Kaposvár Spange und im Holstenkamp oder dem Erhalt der Sucksche Kate.
Schoneboom schlägt vor, Frauen, die zum Beispiel in kleinen Bürgerinitiativen aktiv sind, dabei zu unterstützen, den Bogen größer zu spannen, in die Politik zu gehen und die eine oder andere Entscheidung mehr fällen zu wollen.
"Vor Ort in den Kommunalparlamenten gibt es wichtige Entscheidungen zum Beispiel über die Ausgestaltung von Bebauungsplänen, über die Ausstattung von Kinderbetreuungseinrichtungen, über die Offene Ganztagsschule, die Entwicklung von Sportstätten oder den Öffentlichen Personen Nahverkehr", sagt sie.
Frauen, die sich engagieren wollen, sollte klar sein, dass man sich in seinem Engagement nicht fürs Leben binden muss. Man könne punktuell zu Themen aktiv werden und etwas bewegen.
"Die Kommunalpolitik hat einen großen Handlungskatalog. Hier kann man wohnortnah Einfluss nehmen und raus aus der Unzufriedenheit rein in die Verantwortung kommen."
Das sei auch ein Ziel für Frauen, die nicht mehr berufstätig sind wie Jutta Freitag (CDU), Marlies Kröpke (SPD) oder Ursula Stawinoga (SPD) in der Glinder Stadtvertretung. Aber auch jüngere Frauen sollten angesprochen werden, eine Vereinbarkeit von Beruf und Familie müsse notfalls eingefordert werden. Frauen, die schon in der Politik sind, könnten andere nachziehen.
Die Wählerinnen könnten dann entscheiden, wer am Besten die Anliegen von Frauen vertreten könne und wem sie ihre Stimme geben.
"Nur durch die Beteiligung von mehr Frauen kann man die Sichtweise von Frauen zur Grundlage politischen Handelns machen und erreichen, dass Entscheidungen anders gefällt werden. Frauen schauen auf viele Dinge anders als Männer", so Schoneboom. "Deshalb muss man Frauen Mut machen und Lust wecken, sich zu beteiligen und Entscheidungen mitzugestalten, die das ganze wohnortnahe Leben vor Ort betreffen", so die Gleichstellungsbeauftragte weiter.
"Frauen sind viel im Ehrenamt unterwegs, aber viel zu selten an politischen, monetären Entscheidungen beteiligt. In Glinde sitzt zum Beispiel keine Frau im Bau-, Finanz- oder Hauptausschuss, da wo es ums Geld geht."









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