Verlag Hans-Jürgen Böckel GmbH, Beim Zeugamt 4, 21509 Glinde, Telefon 040/710 90 80, Fax 040/710 90 888, E-Mail: info@glinder-zeitung.de, Druckauflage 41.400
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   Nr. 38
   19. September 2017
   49. Jahrgang
   
 
GLINDE
Unfallflucht ist kein Kavaliersdelikt

Es knallt, es knirscht, es ruckelt - und schon ist es wieder einmal passiert: Beim Ein- oder Ausparken hat ein Autofahrer oder eine Autofahrerin die Aus- maße des eigenen Fahrzeugs nicht richtig eingeschätzt. Folge ist ein Blechschaden, eigentlich eine Baga- telle.

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REINBEK
Spendenparlament feierte 20-Jähriges

Mit 161.000 Euro hat das Spendenparlament Reinbek und Um- gebung nahezu 200 soziale Projekte in der Region unterstützt. Wer so viel ehren- amtliches Engagement für die Gesellschaft zeigt, darf sein 20-jähriges Bestehen auch gebührend feiern. So geschehen im Reinbeker Schloss: Mit einem dreistündigen, hochkarätigen Pro- gramm genossen die Vereinsmitglieder um den Vorsitzenden Dr. Wolfgang Walter und ihre Gäste das Jubiläum.

 
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Außerdem diese Woche in der
Glinder Zeitung ˇ Sachsenwald:

Wentorf
Wentorfer Herbst mit tollem Weinfest und Spendenrekord


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Mathias Lenzmeier, seit 30 Jahren Gemeindejugendpfleger, setzt auf offene Jugendarbeit
Das Akku ist im Geschehen des Ortes sozial gut vernetzt

Das "Akku" bietet offene Jugendarbeit für seine Besucher an, die fast ausschließlich aus Barsbüttel kommen.

Foto: Iwohn

(ciw) - Mathias Lenzmeier (55) ist seit 30 Jahren Leiter der Jugendarbeit in der Gemeinde, seit 1990 im Akku. Das Jugendzentrum leitet seinen Namen als Abkürzung von "Aktion" und "Kultur" ab. Der Gemeindejugendpfleger, der in Niedersachsen Sozialwesen studiert hat, hatte anfangs im Rathauskeller Jugendarbeit angeboten. "Als das Akku vor 28 Jahren gebaut werden sollte, konnte ich den Standort aus verschiedenen Möglichkeiten auswählen", erinnert er sich. "Ich entschied mich für dieses Grundstück an der Hauptstraße, das etwas zurück liegt. Auch die Straße ,Am Akku' wurde nach uns benannt", erinnert er sich. "Die Gemeinde war früher sehr ländlich geprägt, Scheunen und Bauernhöfe waren in der Nachbarschaft. Erst im Laufe der Jahre urbanisierte sich der Ort."
Heute ist das Akku durch den Bau des Nahversorgungszentrums an der Straße "Am Akku" noch mehr in die Ortsmitte gerückt. "Jeder Barsbütteler kennt uns", sagt Lenzmeier - vor allem aufgrund der Jugendarbeit. Aber auch andere Organisationen haben hier ihr Zuhause. Die Fahrradwerkstatt für Migranten der Bürgerstiftung war zeitweise hier untergebracht, die Barsbütteler Tafel hat hier seit zehn Jahren immer mittwochs ihren Ausgabetag, und die Tanzgruppe des Deutschen Roten Kreuzes war hier zu Gast.
Das Angebot des Jugendzentrums Akku richtet sich an 9- bis 21-Jährige und versteht sich als Ergänzung zu Vereinen und Verbänden, als "sozialer Puffer". "Wir sind im sozialen Geschehen der Gemeinde gut vernetzt, kennen jeden und können auf jeden eingehen", sagt Lenzmeier. Schwerpunkt ist die offene Jugendarbeit. "Wir sind auch für die Jugendlichen da, um die sich keiner kümmert, die nicht so gefördert werden, die übrig bleiben", sagt Lenzmeier. Auch Jugendliche mit Migrationshintergrund sind dabei, Afghanen, Iraner, Iraker und Albaner. "Zugewanderte Leute sind zum Teil sehr gut integriert, es gibt keine Ghettos hier", sagt Lenzmeier.
"Offene Jugendarbeit hat viel mit Beziehungsarbeit zu tun und damit, Jugendliche zu begleiten", so der Gemeindjugendpfleger. Auch in einem Fach wie Mathematik, das für viele Jugendliche ein Hindernis ist, hilft das Akku-Team.
Mathe ist die Schlüsselkompetenz von Akku-Mitarbeiter Sozialpädagoge Jan Nißle. Denn viele Akku-Besucher machen eine handwerkliche Ausbildung zum Klempner oder zum Kfz-Mechatroniker, wofür man gute Mathe-Kenntnisse braucht. Deshalb hält das Akku-Team auch gute Kontakte zur Schulleitung und den Lehrern. Erzieherin Claudia Heydelmann-Nagel dagegen ist politisch sehr interessiert und kann gut Gespräche führen und Menschen gut einbringen. Die vierte im Bunde ist Erzieherin Katja Heymann. Sie sorgt dafür, dass der Rahmen stimmt. Alle Ordnungssysteme sind auf sie zurückzuführen. Und sie hat ein gutes Händchen für Dekoration.
Man kann im Akku Musik hören, laut sein, kreativ sein oder einfach nur entspannen. Manche Jugendliche kommen jeden Tag.Die Nutzer sind zu fast 100 Prozent Barsbütteler. "Wir kommen gern ins Akku, weil wir hier chillen können und Freunde treffen", sagen Emma (12) und Tatjana (14). Beide besuchen die Erich Kästner Gemeinschaftsschule. Tataja macht gerne Airbrush mit einer Tattoo-Maschine.
"Die Freizeitbeschäftigung von Kindern und Jugendlichen muss nicht zielorientiert sein", sagt Lenzmeier, selbst Urgestein im Akku. Er ist immer für seine Leute da. Der Gemeindejugendpfleger hat das Handy stets am Ohr und hat jeden Tag das Akku im Kopf. "Das Jugendzentrum will Kindern und Jugendlichen Werte und Prinzipien vermitteln wie Toleranz, Fairness und Gewaltfreiheit", sagt er. "Die Akku-Besucher lernen Konfliktfähigkeit und einen friedlichen Umgang miteinander." Auch Feste spielen eine große Rolle im Akku. Es gibt ein Sommerfest, ein Kinderrechtefest im September und ein Feuerfest Anfang November, mittlerweile die größte Veranstaltung. Auch die evangelische Kirchengemeinde und die Jugend der Freiwilligen Feuerwehr beteiligen sich daran. Die Moderation liegt in den Händen von Pastor Dino Steinbrink. Konkurrenz zur kirchlichen Jugendarbeit gebe es nicht, so Lenzmeier.
Seit Anfang September gibt es auch eine offene Jugendarbeit im neuen Begegnungszentrum "Willinghus" in Willinghusen. Die Erzieherin Antje Schäfer, Mitarbeiterin bei den Wühlmäusen in der Offenen Ganztagsschule der Grundschule Willinghusen, bietet kreative und sportliche Beschäftigungen an und kritische Auseinandersetzungen mit den neuen sozialen Medien. Rund 20 Besucher nutzen diesen Treff.




Wahlsonntag: 24. September, in Glinde drei Mal
Chance ergreifen: wählen gehen

61,5 Millionen Wahlberechtigte in Deutschland können am Sonntag ihren Wahlzettel in die Urne werfen.

Foto: fotolia/Anton Sokolov

Glinde (ciw) - Am 24. September ist im ganzen Land Wahlsonntag. Gewählt wird der 19. Deutsche Bundestag - in Glinde ist zusätzlich über einen Bürgermeister sowie über den Bürger-entscheid zur Schulfusion abzustimmen
Mit Dr. Angela Merkel (63, CDU), seit 2005 Bundeskanzlerin, und Martin Schulz (61, SPD), von 2012 bis 2015 Präsident des europäischen Parlaments, werben zwei Kanzlerkandidaten um die Stimmen. Eine Legislaturperiode des Bundestages dauert vier Jahre.
Im Wahlkreis Herzogtum Lauenburg/Stormarn-Süd bewerben sich als Direktkandidaten: Norbert Brackmann (CDU), Dr. Nina Scheer (SPD), Konstantin von Notz (Bündnis 90/Die Grünen), Heidi Beutin (Die Linke), Gregor Voht (Freie Wähler) und Dr. Bruno Hollnagel (AfD). Dr. Bernd Buchholz wurde - wie berichtet - von der FDP als Direktkandidat nominiert, doch er bleibt Wirtschaftsminister in Schleswig-Holstein und wird sein Mandat nicht annehmen,
Für das Amt des Bürgermeisters in Glinde kandidieren drei Bewerber: der amtierende Bürgermeister Rainhard Zug (46, parteilos), der von der CDU unterstützt wird, sowie die beiden Glinder Stadtvertreter, der SPD-Kandidat Frank Lauterbach (56), Buchhalter und freiberuflicher Business-Coach, und der Kandidat von Bündnis 90/Die Grünen Jan Schwartz (58), Journalist.
Beim Bürgerentscheid spricht man sich mit Ja gegen die Schulfusion aus, Nein bedeutet, dass man die Schulfusion befürwortet.
Bereits 2015 war die Schulfusion von der Politik beschlossen worden. Sie sieht vor, dass die beiden Gemeinschaftsschulen Wiesenfeld und Sönke-Nissen zusammengelegt werden. Dafür soll das Schulzentrum am Oher Weg dienen. Das Gymnasium zieht dann in die ehemaligen Räume der Gemeinschaftsschule Wiesenfeld an den Holstenkamp.
Kritiker monieren die Kosten in Millionenhöhe, befürchten weniger Schulvielfalt am Ort und eine riesige Schule mit rund 1.300 Schülern, die Anonymität bedeutet. Die Befürworter der Fusion gehen davon aus, dass damit der Schulstandort Glinde stärkt wird, die Sönke-Nissen-Gemeinschaftsschule, die keine Oberstufe hat, sei dann nicht mehr eine Schule zweiter Klasse.









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