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   Nr. 25
   19. Juni 2018
   50. Jahrgang
   
   
GLINDE
Beeindruckt von guten Lernerfolgen

Eigentlich wollte Jan-Hendrik Juhls aus Bad Segeberg nach dem Abitur im vergangenen Jahr Mediengestaltung studieren. Da er aber keinen Studienplatz fand, verpflichtete er sich für ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) im DaZ-Zentrum an der Sönke-Nissen-Gemeinschaftsschule in Glinde. Seit September unterrichtet er junge Menschen aus Kriegs- gebieten in Deutsch - und machte dabei wichtige Erfahrungen.

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REINBEK
Ovationen für Ernst Dieter Lohmann

Auftakt für die neue Wahlperiode: In ihrer konstituierenden Sitzung haben die Stadt- verordneten mehrere Ämter neu besetzt. So ist jetzt Christoph Kölsch (CDU) Reinbeker Bürger- vorsteher. Er ist der Nachfolger von Ernst Dieter Lohmann (CDU). Der 81-Jährige erhielt zum Abschied nicht nur eine Ehrung für langjährigen ehren- amtlichen Einsatz in der Kommunalpolitik, steh- ende Ovationen und höchst anerkennende Worte von Bürgermeister Björn Warmer.

 
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Außerdem diese Woche in der
Glinder Zeitung ˇ Sachsenwald:

Wentorf
Andreas Hein bleibt Bürgervorsteher

Reinbek
Online in die Sommerferien starten


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Barsbütteler fühlen sich von Hamburg nicht ernst genommen
Bürger fürchten Verkehrschaos

Henri Schmidt steht dort, wo heute schon eine Baustelle mit beidseitigem Verkehr existiert. Hamburg will für die künftige Bauphase den Verkehr aus der Hansestadt nach Barsbüttel umleiten.

Foto: Brockmann

Barsbüttel (bro) - Bürgermeister Thomas Schreitmüller hat zur Informationsveranstaltung über die Sperrung der Barsbütteler Straße (Montag, 25. Juni, 19 Uhr, Sporthalle der Gemeinschaftsschule, Soltausredder 28) Vertreter der LSBG sowie der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWV) der Hansestadt Hamburg und Vertreter der des öffentlichen Personennahverkehrs eingeladen.
"Wir hoffen, das möglichst viele Barsbütteler Bürgerinnen und Bürger zu der Veranstaltung kommen und deutlich machen, dass sie gegen die fast halbjährige Sperrrung der Barsbütteler Straße für den Verkehr aus Hamburg Richtung Barsbüttel sind", betont Henri Schmidt, Fraktionsvorsitzender der CDU in der Gemeindevertretung. "Hamburg ist in der Metropolregion der stärkste Partner. Das gibt Hamburg aber nicht das Recht, einseitig eine halbjährige Einbahnstraßenregelung für die Barsbütteler Straße nur in Richtung Hamburg anzuordnen", so Schmidt.
"Nach Barsbüttel können in dieser Zeit weder Busse noch privater und gewerblicher Autoverkehr gelangen. Alle müssen einen Umweg über die Autobahn, der fast 20 Kilometer lang ist, zurücklegen, um in Barsbüttels Zentrum zu gelangen", macht er deutlich.
Bürgermeister Schreitmüller und die Politiker aller Fraktionen der Gemeindevertretung sowie der Seniorenbeirat sind gegen das einseitige Diktat aus Hamburg und haben das schon deutlich gemacht. "Wir fordern alle von Hamburg, die Baustelle verkehrlich so einzurichten, dass durch eine entsprechende Ampelschaltung der Verkehr in beide Richtungen weiter fließen kann", sagt Henri Schmidt. "Man könnte es auch so machen, wie es in der Sierichstraße in Hamburg täglich geschieht. Am Vormittag fließt der Verkehr Richtung Hamburg City, am Nachmittag wieder zurück in die Stadtteile", erläutert der CDU-Fraktionschef.
Er hofft, dass die Hamburger Vertreter auf der Infoveranstaltung erkennen, dass die Barsbütteler Bürger und Bürgerinnen hinter ihrer Gemeinde stehen. Sie lehnt es konsequent ab, dass für ein halbes Jahr aus Jenfeld kein Fahrzeug direkt über die Barsbütteler Straße in die Gemeinde gelangen kann.




Probleme bei der Müllabfuhr der AWSH
Hamburg schickt jetzt Verstärkung

Dr. Christoph Mager, Landrat des Kreises Herzogtums Lauenburg (v.l.), Olaf Stötefalke, Pressesprecher der Abfallwirtschaft Südholstein (AWSH), AWSH-Geschäftsführer Dennis Kissel und Stormarns Landrat Dr. Henning Görtz versprechen Verbesserungen.

Foto: Völling

Südstormarn (voe) - Nach heftiger Kritik wegen massiver Probleme bei der Müllabfuhr ist das Unternehmen Abfallwirtschaft Südholstein (AWSH) in die Offensive gegangen. Und das zunächst mit einer schlechten Nachricht: "Eine Abweichung von mindestens drei Arbeitstagen zum üblichen Abfuhrtermin sollte jeder Haushalt auch in den kommenden Monaten einplanen", sagte AWSH-Pressesprecher Olaf Stötefalke. Vorübergehend bekommt das Unternehmen jetzt Verstärkung.
Bei Standzeiten über das Wochenende hinaus verlängere sich dieser Zeitraum entsprechend. Eine Ausnahme bildeten lediglich die großen Behälter für Restabfall. "Im Verzögerungs-Zeitraum brauchen Kunden ihre Tonnen auch gar nicht erst zur Abholung bereitzustellen. Die Verzögerungen können sich bis auf fünf Tage ausdehnen", so Stötefalke. Wann dieser Zustand ein Ende habe, könne er noch nicht sagen. Doch die AWSH arbeite mit Hochdruck an einer Übergangslösung, um die Intervalle der Leerungen zu stabilisieren. "Wir haben drei Fahrzeuge bereits mit eigenen Kräften besetzt, diese Woche werden es fünf Fahrzeuge sein", gab AWSH-Geschäftsführer Dennis Kissel bekannt. "Drei Fahrzeuge inklusive Fahrer und Arbeiter werden uns noch aus der Hamburger Stadtreinigung bereit gestellt, weitere drei Fahrzeuge samt Team kommen uns aus Lübeck zu Hilfe."
Zwischen 1.200 und 1.800 Anrufe täglich hätten die ASWH-Mitarbeiter in den vergangenen Wochen beantworten müssen. Kaum ein Anruf sei ohne Beleidigung oder Hasskommentare abgelaufen: Von "ich wünsche dir den Rest deines Lebens Arbeitslosigkeit" bis hin zu "Hoffentlich hast du auf dem Heimweg heute einen Unfall" habe das Spektrum gereicht. "Das belastet die Kollegen sehr", betonte Stormarns Landrat Dr. Henning Görtz, der im Aufsichtsrat der AWSH sitzt. Ähnlich lief es für Verwaltungsangestellte in den Kreisen Stormarn und Herzogtum Lauenburg. Denn auch dort haben sich Einwohner beschwert, auch bei ihren Bürgermeistern. Doch weder die Kommunen noch die AWSH sind Verursacher des Problems. Denn mit der Leerung der Rest- und Biotonnen ist das Unternehmen GEG Grabau Entsorgung aus Geesthacht von der AWSH beauftragt worden. Rund 420.000 Haushalte mit über 200.000 Behältern befinden sich in ihrer Zuständigkeit.
ASWH-Geschäftsführer Kissel erklärte, dass es im März einen Tourenplanwechsel gegeben habe. Doch die üblichen Umstellungsschwierigkeiten, die damit verbunden sind, sieht er nicht als Ursache für die Verzögerungen. Vielmehr habe sich im April eine "allgemeine Influenza" in "außergewöhnlicher Stärke" ausgebreitet, die die GEG Grabau aus der Bahn geworfen habe. "Bis zu 30 Mitarbeiter waren gleichzeitig krank gemeldet", so Kissel. Die Arbeiter, die zusätzlich die Aufgaben ihrer Kollegen hatten schultern müssen, seien irgendwann überfordert gewesen und auch krank geworden. "Da haben vor allem die Fahrer nach und nach gekündigt", so Kissel. Der Arbeitsmarkt für Lkw-Fahrer sei derzeit "arbeitnehmerfreundlich". Deshalb sei der Mitarbeiterpool der GEG immer mehr zusammengeschmolzen. Von ursprünglich 25 Müllwagen seien nur noch 19 im Einsatz.
Die AWSH wehrt sich entschieden gegen den Vorwurf, sie hätte sich von vornherein auf einen "Billiganbieter" eingelassen, um Geld zu sparen. Kissel: "Wir können uns den Anbieter nicht so einfach aussuchen, müssen uns nach dem Vergaberecht für den wirtschaftlichsten entscheiden." Jahrelang habe man sich auch auf die Dienstleitung der GEG verlassen können.
"Außerdem haben wir uns im Rahmen unserer gesetzlichen Möglichkeiten dafür eingesetzt, dass die Arbeitnehmer mehr Geld bekommen." Ein Fahrer erhalte bei einer 40-Stunden-Woche nun 2.700 Euro brutto (vorher 2.500 Euro) und ein Lader 2.500 Euro brutto (vorher 2.260 brutto). Die ersten Mitarbeiter hätten bereits ihre Kündigung zurückgezogen. Die GEG suche weitere Mitarbeiter. Es gebe bereits neue Bewerber.
Dennoch habe man über eine Vertragskündigung nachgedacht. Kissel: "Ich halte das derzeit für Aktionismus. Denn auf dem Markt findet sich kein anderer Anbieter." Und bis zu einer eventuellen Neuausschreibung würde niemand mehr Rest- und Biotonnen in den Kreisen leeren. Die von der AWSH derzeit geleisteten Ersatzvornahmen wolle man der GEG allerdings in Rechnung stellen. Dass die betroffenen Bürger einen Rechtsanspruch auf Entschädigung oder Minderung der Gebühren gegenüber der AWSH haben, sieht Kissel hingegen nicht.
Derweil will die AWSH ihre Kunden über das Internet auf dem Laufenden halten. Auf www.awsh.de wird für jeden Ort ein angepasster Abfuhrtermin genannt. Die Nutzer der App "AWSH-wertvolle Termine" werden gebeten, ihre Daten zu aktualisieren (Kreissymbol oben rechts auf der Seite), um neue Leerungstermine zu erfahren.
Verzögerungen werden online unter www.awsh.de/stoerungsmeldungen veröffentlicht. Auch die Hotline unter Telefon 0800-297 4001 kann genutzt werden.









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