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   Nr. 20
   15. Mai 2018
   50. Jahrgang
   
   
GLINDE
Neuer Vorsitzender bei der Arbeiterwohlfahrt

"Dann habe ich mehr Zeit für die Awo." Hans-Peter Wehlen nahm es gelassen als er erfuhr, dass er nicht für die Stadtvertretung gewählt ist. Denn der 54-Jährige hatte sich gerade für ein neues Ehrenamt ent- schieden, er hat den Vorsitz beim Ortsverein der Arbeiterwohlfahrt übernommen.

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WENTORF
Freitag: Premiere für eine Komödie

Die Laienspieltruppe der Wentorfer Bühne prä- sentiert ihr neues Stück "Liebling, es ist angerichtet". Die Ko- mödie stammt erneut aus der Feder von Uschi Schilling. Mit Stücken dieser Autorin landet die Gruppe seit Jahren einen Erfolg nach dem nächsten beim Publikum.

 
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Außerdem diese Woche in der
Glinder Zeitung ˇ Sachsenwald:

Reinbek
Behindertenbeirat wird aufgestockt


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Historische Mühle vom Wasserdruck fast zum Einsturz gebracht
Schwere Unwetterschäden

Straßen wurden zu Flüssen, Keller liefen voll - das Unwetter am Himmelfahrtstag traf Südstormarn und vor allem Oststeinbek besonders heftig.

Foto: rtn

Oststeinbek (pt) - Ein extremes Unwetter mit heftigen Regenfällen hat am Himmelfahrtstag ab 15.30 Uhr für massive Überschwemmungen und Beschädigungen in Oststeinbek gesorgt. Die 9.000-Einwohner-Gemeinde an der Hamburger Stadtgrenze war auch am Tag danach noch im Ausnahmezustand. Die Feuerwehr war mehr als zwölf Stunden ununterbrochen im Einsatz. Hunderte Keller liefen voll.
Die Flüsse und Bäche des Ortes schwollen durch die Regenfälle enorm an, aus Gullys sprudelte das Wasser wie aus Springbrunnen. Die Feuerwehr rückte zu über 200 Einsätzen aus. Feuerwehrsprecher Christian Höft sagte: "Ein solches Unwetter haben wir in den letzten Jahrzehnten nicht erlebt."
Besonders stark betroffen war das historische Gebäude der Oststeinbeker Wassermühle am Mühlteich. Es wurde komplett von reißenden Fluten der Glinder Au um- und unterspült. Drei Bewohner wurden um kurz vor 19 Uhr mit Booten aus dem Haus evakuiert. Eine Viertelstunde später stürzte eine Seitenwand des Gebäudes teilweise ein. Spezialkräfte des Technischen Hilfswerks (THW) untersuchten das Gebäude mit einem lasergestützten Messgerät und stellten eine akute Einsturzgefahr fest.
Aus den benachbarten Reihenhäusern wurden vier Familien evakuiert. Mit einem Raupenbagger des THW wurde sodann ein Entlastungsgraben in den Staudamm des Teiches gegraben, um das Gebäude vom Wasserdruck zu entlasten.
In den Straßen Am Südhang, Grüner Bogen und Am Ohlendiek waren nahezu alle Keller teils bis zur Decke überflutet.
Im Ortsteil Havighorst blieben Autos in den Wassermassen stecken. Ein Trafohäuschen wurde weggespült, es kam zu einem Stromausfall. Am Ohlendiek drohte ein überschwemmter Bahndamm abzurutschen. Eine Tiefgarage mit acht Fahrzeugen lief bis zur Decke voll Wasser.
Menschen wurden durch das Unwetter nicht verletzt.
Die Gemeinde Oststeinbek richtete eine Notunterkunft im Bürgersaal ein. Bürgermeister Hettwer brach seinen Urlaub ab, der stellvertretende Landrat Joachim Wagner machte sich vor Ort ein Bild von der Lage.
In den Feuerwehrhäusern Oststeinbek und Havighorst wurden mit Unterstützung des Katastrophenschutzes des Kreises Stormarn und in Kooperation mit der Polizei Befehlsstellen eingerichtet, die für die Ortswehrführung den Funkverkehr und die Einsatzbearbeitung vor Ort koordinierten. DRK und ASB richteten Verpflegungsstellen für Einsatzkräfte ein.
Unterstützt wurde die Feuerwehr Oststeinbek durch 28 Feuerwehren aus den Landkreisen Stormarn und Herzogtum Lauenburg. Außerdem waren zahlreiche Einheiten des THW mit schwerem Gerät vor Ort. Insgesamt waren 400 Einsatzkräfte mit mehr als 80 Fahrzeugen in Oststeinbek aktiv. "Wir haben zudem eine große Solidarität der Einwohner untereinander beobachtet, überall unterstützten Nachbarn die Feuerwehr beim Pumpen", so Höft.
Für die Einsatzstellen in Havighorst wurden zuletzt drei spezielle Hochleistungspumpen des Landes Schleswig-Holstein angefordert. Dennoch waren auch am nächsten Tag noch nicht alle Einsätze abgeschlossen. Zu umfangreich waren die Schäden.




Kandidaten für Beiräte dringend gesucht
Senioren: Wer will sie vertreten?

Liam Cronin freute sich, dass der Fitnessplatz für Erwachsene endlich eingerichtet wurde.

Foto: bs

Südstormarn (bs) - Wenn es darum geht, Seniorenbeiräte zu besetzen, sind Kandidaten rar. Dabei wird gerade diese Bevölkerungsgruppe, die von den Beiräten vertreten werden soll, immer größer. Doch die Zahl derjenigen, die sich für dieses Ehrenamt melden, wird immer geringer.
Besonders dramatisch ist die Situation in Glinde, wo die geplante Wahl nun schon zum zweiten Mal verschoben werden muss. Neun Mitglieder sollte das Gremium haben, zurzeit sind es nur noch zwei, weil die anderen zurückgetreten sind. Bisher haben sich jedoch nur zwei weitere Kandidaten gemeldet. Nun gibt es zunächst eine neue Bewerbungsfrist bis zum 31. Juli und die Hoffnung, dass sich doch noch Menschen finden, die die Interessen der älteren Glinder vertreten wollen.
Nur noch vier Mitglieder hat der Seniorenbeirat in Barsbüttel, der in diesem Jahr neu gewählt werden soll. Krankheit, Tod, Umzug, aber auch interne Unstimmigkeiten waren die Ursachen dafür, dass die Zahl der Mitglieder immer weiter sank, obwohl es eine Nachrückerliste gab. Jetzt werden auch hier wieder Kandidaten gesucht, die bereit sind, ein Ehrenamt zu übernehmen. "Wir brauchen tatkräftige und entschlossene Mitglieder, die bereit sind sich zu engagieren", so Liam Cronin, der Vorsitzende des Beirats.
Unabhängig von Parteien und Konfessionen sei das Gremium, das die Interessen der Senioren gegenüber der Politik vertreten soll. Fast alle Themen sind für Senioren relevant, ist er überzeugt. Es gäbe auch Erfolge, so wurde der Fitnessplatz für Erwachsene eingerichtet, die lange geforderte Urnenwand auf dem Friedhof soll endlich erstellt werden.
Wie schnell die Mitgliederzahl eines Seniorenbeirats schrumpfen kann, war auch in Wentorf zu erleben. Dort musste im vergangenen Jahr die Wahl vorgezogen werden, weil das Gremium nicht mehr beschlussfähig war. Es waren zu wenig Mitglieder übrig.
In Reinbek wurde dagegen auf eine Wahl verzichtet: Elf Mitglieder umfasst der Seniorenbeirat, gerade so viele Kandidaten hatten sich auch gemeldet. Daher wurde der Beirat von den Stadtverordneten bestellt.









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