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   Nr. 16
   16. April 2019
   51. Jahrgang
   
   
WENTORF
Neue Vikarin freut sich auf die Menschen

Von der Großstadt nach Wentorf - das ist ein großer Unterschied, wie Lea Thermann sagt. Sie hat in Berlin Theologie studiert und lange überlegt, ob sie in Berlin oder Brandenburg bleiben soll. Dann hat sie sich doch für Wentorf entschieden, weil sie die Nordkirche spannend findet, "den Zusammen- schluss der ursprünglich drei eigenständigen Landeskirchen, die unter- schiedliche Geschichte von Ost und West." Und auch die Nähe zur - wenn auch kleineren - Großstadt Hamburg und zum Meer hat eine Rolle gespielt.

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Gemeinsame Veranstaltung für eine hohe Wahlbeteiligung
Demokraten werben für Europa

Werben für hohe Wahlbeteiligung und Demokratie (v.l.): Frank Lauterbach, Ulrike Müller-Kopsch, Gerd Mucha, Dr. Rainer Neumann und Thomas Kopsch.

Foto: Schult

Glinde (bs) - Schleswig-Holsteins Kandidaten für das Europaparlament von CDU, SPD und FDP sowie der Landtagsabgeordnete Lasse Petersdotter (Bündnis 90/Die Grünen) kommen nach Glinde. Sie werden bei einer gemeinsamen Veranstaltung am Freitag, 3. Mai, Fragen der Bürger beantworten. Lange Vorträge sind nicht vorgesehen, das Gespräch soll im Vordergrund stehen, betonen die Organisatoren. Das sind die Europa-Union Glinde sowie die Fraktionen in der Stadtvertretung. Erwartet werden die Europa-Kandidaten Enrico Kreft (SPD), Niclas Herbst (CDU) und Helmer Krane (FDP). Die Moderation der Diskussion übernimmt René Hendricks, Vorstandmitglied des Europa-Union Schleswig-Holstein. Die Veranstaltung mit dem Titel "Europa? Was geht mich das an?" beginnt am 3. Mai um 19 Uhr im Festsaal des Bürgerhauses.
"Wir wollen Europa nicht jenen überlassen, die darauf hinarbeiten, das Ganze zu zerschlagen." So erklärt Ulrike Müller-Kopsch (Bündnis 90/Die Grünen), weshalb sich Europa-Union und Glinder Parteien zu einer gemeinsamen Aktion zusammengefunden haben. Alle vier Fraktionen aus der Glinder Stadtvertretung sind dabei, um intensiv für die EU und eine hohe Wahlbeteiligung zu werben. Dabei geht es nicht zuletzt darum, deutlich zu machen: Glinde ist bunt und nicht braun, so wie es die Initiative "Glinde gegen rechts" seit Jahren getan hat, in der die Parteien gemeinsam mit vielen anderen Vereinen und Verbänden vertreten waren. Diesmal wollen die Glinder auch ein hohes Wahlergebnis für die AfD verhindern.
"Wir sind in Sorge, dass zu wenig Menschen zur Wahl gehen", erklärt Dr. Rainer Neumann (CDU). "Deshalb wollen wir deutlich machen, welchen Nutzen der Einzelne von der EU hat." Reisefreiheit und Niederlassungsfreiheit gehörten dazu.
Vor allem stehe die Verbindung der Europäischen Staaten für eine sehr erfolgreiche Friedenssicherung. "Der gemeinsame Markt trägt zu unser aller Wohlstand bei," betont Neumann. "Wir haben alle eine europäische Identität", ergänzt Thomas Kopsch (FDP).
Dabei sei klar, dass es noch viel zu verbessern gebe. So sehen es alle Aktiven in Glinde. "Wir wollen die Probleme nicht verheimlichen", erklärt Dr. Neumann. Dazu gehörten die Inte-gration der relativ neuen Mitglieder im Osten sowie das Nord-Süd-Gefälle bei der Wirtschaftskraft. Wie die Verbesserungen erreicht werden können, sehen auch die Vertreter der Glinder Parteien durchaus unterschiedlich. "Doch wir sind uns einig im Ziel", so Frank Lauterbach (SPD), "auch wenn wir unterschiedliche Wege gehen wollen." Wer die Rechte des Europäischen Parlaments gegenüber den Regierungsvertretern stärken wolle, müsse wählen gehen. Denn eine hohe Wahlbeteiligung stärke die Stellung der Abgeordneten.
Mit der Veranstaltung und der Mobilisierung für die Wahl am 26. Mai werde die Gemeinsamkeit betont. Dazu wird es unter anderem gemeinsame Informationsstände zur Wochenmarktzeit geben. Sie sind für den 20. und den 27. April geplant.
"Was wir verlieren können, wenn Europa zerfällt, sehen wir bei der Diskussion über den Brexit", betont Gerd Mucha (Europa-Union). Zum Beispiel den Schüler- und Studentenaustausch über Grenzen hinweg ohne lange Formalitäten, Reisen für alle ohne Visa, Grenzkontrollen und Geldumtausch.




Teilsperrung der Schlossbrücke
Staus in Reinbek: Ende ist absehbar

Die Ufermauer an der Bille (rot markiert) soll saniert werden. Damit wird auch die Schlossbrücke gesichert.

Zeichnung: Stadt Reinbek

Reinbek (hap) - Berufspendler, Lieferverkehr und Schüler werden seit fast einem Jahr auf eine harte Geduldsprobe gestellt: Wegen der halbseitigen Sperrung der Schlossbrücke in Reinbek werden die Fahrzeuge per Ampelregelung abwechselnd über die Brücke geleitet. Auf der einzigen direkten Verbindung zwischen Reinbek und Wentorf bilden sich vor allem in Hauptverkehrszeiten lange Staus.
Die Sperrung ist notwendig, denn die denkmalgeschützte Ufermauer an der Bille ist einsturzgefährdet. Beim Hochwasser im Januar des vergangenen Jahres hatte sich ein Granitblock aus der Mauer gelöst und war in den Fluss gestürzt. Dadurch wur-de das Verbindungsstück zwischen Schlossbrücke und Ufermauer ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen: Experten fanden dort Risse und Verschiebungen. Auch die Brücke ist gefährdet. Die Folge: Der Schwerlastverkehr wurde umgeleitet, die nördliche Fahrspur der Brücke ist für den Verkehr gesperrt.
Doch ein Ende der Verkehrsbehinderungen scheint absehbar. Denn nach Mitteilung des Amtes für Stadtentwicklung und Umwelt Reinbek laufen jetzt die Vorbereitungen für die Sanierung der Ufermauer an der Bille. Auf der Grundlage einer Studie aus dem vergangenen Jahr werden jetzt die Planungen konkretisiert, die von der Wasserbehörde des Kreises Stormarn genehmigt werden müssen. Die Sanierung soll im September beginnen und bis Jahresende abgeschlossen sein.
Statiker schlugen im vergangenen Jahr Alarm: Nachdem ein Granitblock aus der Ufermauer an der Bille abgestürzt war, wies auch die Verbindungsmauer zwischen Schlossbrücke und Ufermauer Risse sowie Verschiebungen auf. "Es wurde statisch nachgewiesen, dass die Gefahr eines Böschungsbruches im Bereich der Schlossstraße im Ist-Zustand sehr hoch ist", so Sven Noetzel, Leiter des Amtes für Stadtentwicklung und Umwelt der Stadt Reinbek. Ohne entsprechende Gegenmaßnahmen seien Versackungen der Fahrbahn auf der Schlossbrücke "sehr wahrscheinlich".
Ingenieure für Geo- und Umwelttechnik haben nun vorgeschlagen, entlang der Schlossstraße von der Verbindungsmauer aus in Richtung Stadtmitte auf 12 Metern Länge eine Spundwand aus 13 bis 14 Metern langen Stahlspundbohlen durch erschütterungsarmes Einpressen einzubringen. Diese Spundwand muss mit 16 Meter langen und um 35 Grad nach unten geneigten Ankern oder Mikropfählen in Richtung Schlossstraße gesichert werden, um die Horizontallasten abzutragen. Die Arbeiten sollen mit einem Mobilkran durchgeführt werden. Die in diesem Bereich liegende Abwasserleitung aus Wentorf muss für den Bau der Spundwand teilweise umgelegt werden.
Dem Reinbeker Ausschuss für Umwelt und Verkehrsplanung wurden diese Pläne bereits Ende vergangenen Jahres vorgelegt. Vor kurzem hat die Stadtverordnetenversammlung die finanziellen Mittel für die notwendige Sanierung in diesem Jahr bereitgestellt. Die Schätzungen belaufen sich auf Kosten von insgesamt rund 1,15 Millionen Euro für die Sanierung der Ufermauer und die Sicherung der Verbindungsmauer zur Schlossbrücke.
Jetzt werden die Sanierungspläne ausgearbeitet und konkretisiert, die noch von der Wasserbehörde beim Kreis Stormarn genehmigt werden müssen. Sobald die Genehmigung aus Bad Oldesloe vorliegt, können die Sanierungsarbeiten öffentlich ausgeschrieben werden, wie es beim Amt für Stadtentwicklung und Umwelt heißt.
Dann bleibt nur noch die Frage, ob derzeit Baufirmen ausreichend Kapazitäten haben, diesen Auftrag zu übernehmen. "Das ist zurzeit leider nicht selbstverständlich", heißt es dazu im Reinbeker Rathaus.









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