Verlag Hans-Jürgen Böckel GmbH, Beim Zeugamt 4, 21509 Glinde, Telefon 040/710 90 80, Fax 040/710 90 888, E-Mail: info@glinder-zeitung.de, Druckauflage 41.400
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   Nr. 33
   14. August 2018
   50. Jahrgang
   
   
BARSBÜTTEL
Bürgermeister Schreitmüller im Interview

Im Januar endet die Amtszeit von Barsbüttels Bürgermeister Thomas Schreitmüller. Er stellt sich erneut zur Wahl. Am Donnerstag, 16. August, (19 Uhr, Erich Kästner Schule) stellt er sich und seine Anliegen den Bürgern vor, am 9. September wird gewählt. Über die Anforderungen an das Amt und wichtige Themen für die Gemeinde sprach Barbara Schult, Mitarbeiterin der Glinder Zeitung, mit Thomas Schreitmüller.

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REINBEK
Neues Programm der VHS Sachsenwald

Die Volkshochschule (VHS) Sachsenwald ist für die Weiterbildung in Reinbek und Wentorf zuständig. Die Mehrzahl der Kurse und Seminare wird bislang in Reinbek, Sitz der Einrichtung, angeboten. Künftig soll aber das Angebot der VHS in Wentorf gestärkt werden. Diesem An- spruch trägt das neue Programm der Volkshoch- schule Rechnung unter dem Titel "Wentorf im Herbst".

 
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Außerdem diese Woche in der
Glinder Zeitung ˇ Sachsenwald:

Glinde
Zwei Kinder ertrunken

Reinbek
Ein Sommerfest zum Jubiläum

Glinde Operettenkonzert im Bürgerhaus


SONDERSEITEN:

Schulanfang

Bauen & Wohnen



Das Geheimnis ist gelüftet: 99 Umzugskartons und viele Bürger werden für die Stadtwette bei der NDR Sommertour am Sonnabend benötigt
Das Glinder Gutshaus in 15 Minuten zusammenpuzzeln

Das wird sicher viele Besucher begeistern: Milow tritt mit Band während der NDR Sommertour am Sonnabend auf dem Glinder Markt auf.

Foto: Brantley Gutierre

Glinde (bs) - Der Countdown läuft für das große Ereignis, den Besuch der NDR Sommertour in Glinde. Am kommenden Sonnabend ist es so weit. Dann wird sich zeigen, ob auch die Glinder ihre Stadtwette gewinnen. Das Geheimnis, was sie dabei zu bewältigen haben, ist jetzt gelüftet: Sie müssen Kartons falten und transportieren. Die stolze Zahl von 99 Umzugskartons gilt es gekonnt und schnell zusammenzubauen.
Anschließend müssen die Kartons von einer Menschenkette über den Marktplatz transportiert werden, um auf der Bühne richtig aufgestapelt zu werden. Wenn alle Teile des Riesen-Puzzle richtig zusammengesetzt sind, ist auf der Bühne die Ansicht des Gutshauses zu sehen, in einer Größe von 3,80 mal 2,97 Meter. Doch allzuviel Zeit dürfen sich die Glinder dafür nicht lassen. In 15 Minuten muss das Gutshaus-Foto fertig zusammengesetzt sein.
Wenn es gelingt und die Wette gewonnen wird, müssen die beiden Sommertour-Moderatoren Vèrena Püschel und Horst Hoof ran. Ausgestattet mit einer mobilen Schankausrüstung bedienen sie für eine halbe Stunde das Publikum mit einem Sommertour-Drink.
Beim NDR Hörfunk und Fernsehen dreht sich in dieser Woche vieles um die Sommertour-Stadt Glinde. Die Reporter sprechen mit Anwohnern, Wettteilnehmern und Organisatoren und melden sich unter anderem auch live aus der Stadt.
Am Freitag, 17. August, steht der NDR 1 Welle Nord Ü-Wagen direkt auf dem Markt. Ab 14 Uhr meldet sich Hörfunk-Reporter Torsten Creutzburg live in der Sendung "Der Nachmittag mit Pascal Hillgruber" - so stimmt er vor Ort auch auf das große Open-Air-Event am Folgetag ein. Live wird natürlich auch vom Sommertour-Abend gesendet.
Auch das Schleswig-Holstein Magazin schaltet am Sonnabend, 18. August, live nach Glinde. Ob die Glinder ihre Wette dann auch gewinnen, ist ab 19.30 Uhr im Schleswig-Holstein Magazin im NDR Fernsehen zu sehen. Die schönsten Bilder zeigt das NDR Regionalmagazin dann am Sonntag, 19. August, ab 19.30 Uhr im NDR Fernsehen.
Wer die Feier so richtig miterleben möchte und zum Gelingen der Stadtwette beitragen will, kommt am 18. August zum Marktplatz. Mit Musik und vielen weiteren Attraktionen wird dort eine große Open-Air-Party steigen, moderiert auf der Bühne von Vèrena Püschel und Thorsten Hoof. Das Programm beginnt um 18 Uhr. Um 19.30 Uhr geht es um die Stadtwette. Top-Act des Abends ist Sänger und Songwriter Milow. Sein Konzert beginnt ge--gen 21.30 Uhr. Der Eintritt zum Open-Air-Event ist frei.
Um den Besuch der Sommertour jedem zu ermöglichen, setzen NDR 1 Welle Nord und das Schleswig-Holstein Magazin vor Ort auf mehr Barrierefreiheit. So sind sowohl ausgewiesene Bereiche für Rollstuhlfahrer vor der Bühne als auch Behindertenparkplätze in direkter Nähe des Veranstaltungsplatzes vorhanden. Darüber hinaus werden Toiletten für Rollstuhlfahrer bereitgestellt.
Parkplätze stehen in der Stadtmitte nur begrenzt zur Verfügung, darauf weist die Stadtverwaltung hin. Sie empfiehlt allen, die nicht zu Fuß oder mit dem Fahrrad kommen, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. Ausweichparkplätze stehen lediglich in der Avenue St. Sebastien, in der Sönke-Nissen-Allee sowie am Gleisdreieck zur Verfügung.
Nur auf eines müssen die Glinder an diesem aufregenden Sonn-abend verzichten: den gewohnten Wochenmarkt. Wegen der umfangreichen Aufbauarbeiten wird er ersatzlos ausfallen. Wie gewohnt wird der Wochenmarkt jedoch am Mittwoch, 15. August, stattfinden.
Glinde ist die letzte Station der Sommertour, bevor es zum großen Finale am 25. August nach Sierksdorf in den Hansa-Park geht. Dort sind, wie bereits beim Auftakt in Büsum, die Bürgermeister gefragt. Welche Aufgabe die Stadt- und Gemeindeoberhäupter dann bewältigen müssen, ist noch geheim. Bekannt ist jedoch die attraktive Belohnung, die es für die Siegerkommune geben wird: Einen Tag freien Eintritt für alle Einwohner in den Erlebnispark an der Ostsee.




Projekt gegen Gewalt in der Partnerschaft
Glinder sollen "StoP" sagen

Silke Löbbers: Das Projekt passt zu den Kompetenzen der Sönke-Nissen-Park Stiftung.

Foto: Schult

Glinde (bs) - Gewalt in der Partnerschaft ist ein Thema, das in Glinde sehr präsent ist, hat die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt, Kerstin Schoneboom, festgestellt. Allerdings wird das Problem nur selten öffentlich wahrgenommen, finden die Angriffe doch in der Regel hinter verschlossenen Türen in der Wohnung statt. Nachdem es vor einigen Jahren eine Aktion zur Gewalt gegen Frauen gab, wurde Kerstin Schoneboom jedoch häufig dazu befragt. Betroffene ebenso wie Verwandte, Freunde oder Nachbarn, denen etwas aufgefallen war, fragten, an wen sie sich wenden können. "Viele wissen nicht was sie tun können", berichtet Schoneboom. Sie wollte es nicht bei einzelnen Aktionen belassen. Sie ist überzeugt: "Gewalt in der Partnerschaft ist keine Privatangelegneheit." Sie sei ein gesellschaftliches Problem.
Deshalb hatte sie sich umgesehen und das Projekt "StoP", Stadt ohne Partnergewalt, entdeckt. "StoP setzt genau da an, wo es hier fehlt", hatte Schoneboom festgestellt: Es soll das Thema bekannt machen und zu mehr Aufmerksamkeit in der Nachbarschaft ermutigen. Denn in solchen Fällen einzugreifen und zu beraten sei nicht Aufgabe einer städtischen Gleichstellungsbeauftragten. Dafür soll eine Fachfrau eingestellt werden, die das Präventionsprojekt umsetzt. "Das wird viel Arbeit", sieht Schoneboom voraus.
Vor drei Jahren hatte sie damit begonnen, das Projekt in der Stadt bekannt zu machen. Jetzt sei es ihr gelungen, "alle mit ins Boot zu holen". Einstimmig hatten die Stadtvertreter dem Vorhaben zugestimmt.
Angesiedelt wird "StoP" bei der Sönke-Nissen-Park Stiftung im Gutshaus. Es geht unter anderem darum, Netzwerke aufzubauen, Menschen miteinander in Kontakt zu bringen, erklärt Hausleiterin Silke Löbbers. Netzwerke aufzubauen und zu pflegen sei eine Kompetenz der Einrichtung, erläutert Löbbers, weshalb sich die Stiftung dafür entschieden hat, die Trägerschaft zu übernehmen.
Partnergewalt war bei der Stiftung bisher jedoch kein Thema, mit dem sie sich intensiv auseinandergesetzt hat. Die Südstormaner Vereinigung für Sozialarbeit (SVS) bietet bereits Beratungsstunden im Gutshaus an, bei denen Betroffenen weitergeholfen werden kann. "StoP" hat einen anderen Ansatz. Direkte Krisenintervention ist nicht das Anliegen des neuen Projekts. Vielmehr geht es darum, ein Klima in der Stadt und in den Ortsteilen zu schaffen, in dem Gewalt vorgebeugt werden kann. Prävention durch eine aufmerksame Nachbarschaft ist das wichtigste Element bei diesem Konzept.
Da die nicht von selbst entsteht, wird eine hauptamtliche Fachkraft benötigt, die sich darum kümmert. "Es sollte eine Frau sein", so Löbbers, denn meistens seien die Opfer Frauen. Die Aufgabe der neuen Mitarbeiterin wird es sein, Menschen zu finden, die sich regelmäßig treffen und bereit sind, aktiv zu werden, wenn sie gebraucht werden. Sie können auf Vorfälle hinweisen, müssen aber zurückhaltend vorgehen. Bespitzelung und vorschnelle Verdächtigungen sollen vermieden werden.
Bevor es in Glinde losgehen kann und die "StoP"-Fachfrau gesucht wird, muss noch ein Vertrag zwischen Stadt und Stiftung ausgehandelt werden. Schließlich geht es nicht ohne Finanzierung. Rund 70.000 Euro werden pro Jahr gebraucht.
Bislang ist Glinde die erste "StoP"-Stadt in Schleswig-Holstein. In Hamburg gibt es jedoch in einigen Stadtteilen schon derartige Projekte, mit denen gute Erfahrungen gemacht wurden. Davon kann Kerstin Schoneboom berichten.
Bei einer Frau, die nach der Trennung von ihrem ehemaligen Partner bedroht wurde, sorgte die aufmerksame Nachbarschaft dafür, dass die Frau gewarnt wurde, wenn sich der Ex-Partner der ehemals gemeinsamen Wohnung näherte. Die Frau konnte sich dann rechtzeitig bei Freunden verstecken, bis der Mann, der sich ihr eigentlich nicht mehr nähern durfte, wieder verschwunden oder von der Polizei abgeführt war.
So konnte die Frau vor Schlägen oder Schlimmerem bewahrt werden. Gerade während einer Trennung sei solche Hilfe wichtig, betont die Gleichstellungsbeauftragt. "Die Trennungsphase ist besonders gefährlich", berichet sie von ihren Erfahrungen.









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