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   Nr. 38
   19. September 2017
   49. Jahrgang
   
 
GLINDE
Unfallflucht ist kein Kavaliersdelikt

Es knallt, es knirscht, es ruckelt - und schon ist es wieder einmal passiert: Beim Ein- oder Ausparken hat ein Autofahrer oder eine Autofahrerin die Aus- maße des eigenen Fahrzeugs nicht richtig eingeschätzt. Folge ist ein Blechschaden, eigentlich eine Baga- telle.

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REINBEK
Spendenparlament feierte 20-Jähriges

Mit 161.000 Euro hat das Spendenparlament Reinbek und Um- gebung nahezu 200 soziale Projekte in der Region unterstützt. Wer so viel ehren- amtliches Engagement für die Gesellschaft zeigt, darf sein 20-jähriges Bestehen auch gebührend feiern. So geschehen im Reinbeker Schloss: Mit einem dreistündigen, hochkarätigen Pro- gramm genossen die Vereinsmitglieder um den Vorsitzenden Dr. Wolfgang Walter und ihre Gäste das Jubiläum.

 
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Außerdem diese Woche in der
Glinder Zeitung ˇ Sachsenwald:

Wentorf
Wentorfer Herbst mit tollem Weinfest und Spendenrekord


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Andreas Appel, Leiter der Polizeistation Glinde, auf dem Parkplatz am Markt, auf dem er und seine Kollgen häufig Unfälle mit Fahrerflucht aufnehmen müssen.

Foto: Schult

Wie aus einer alltäglichen Bagatelle eine Straftat werden kann
Unfallflucht kein Kavaliersdelikt

Glinde (bs) - Es knallt, es knirscht, es ruckelt - und schon ist es wieder einmal passiert: Beim Ein- oder Ausparken hat ein Autofahrer oder eine Autofahrerin die Ausmaße des eigenen Fahrzeugs nicht richtig eingeschätzt. Folge ist ein Blechschaden, eigentlich eine Bagatelle.
Doch häufig bleibt es auf dem Parkplatz am Markt in Glinde nicht dabei. Immer dann, wenn der Unfallfahrer verschwindet, ohne den Vorfall anzuzeigen. "Das kommt mehrmals wöchentlich vor", berichtet Andreas Appel, Leiter der Polizeistation Glinde. Von vielen werde das offenbar als Kavaliersdelikt angesehen. Doch das ist ein Irrtum.
Wenn man jemanden anfährt und sich entfernt ist das eine Straftat. Die kann hohe Geldstrafen und sogar den Entzug der Fahrerlaublins zur Folge haben. "Eine Anzeige führt immer zu einem Ermittlungsverfahren", so Appel. Dabei muss der Unfallverursacher damit rechnen, erwischt zu werden. Denn der Parkplatz ist durchaus keine einsame Gegend. Häufig gibt es Zeugen, die sich das Kennzeichen notieren und die Polizei informieren. Dann sind Fahrzeughalter und -fahrer gut zu ermitteln.
Dennoch würden die Glinder Polizeibeamten gerne auf diese Arbeit verzichten "Wir sind über jeden glücklich, der sich freiwillig meldet", sagt Appel. Zwar hat die Zahl der Parkplatzunfälle abgenommen, seit die Stellplätze erweitert wurden, doch sie kommen immer noch recht häufig vor.
Wer den Unfall meldet hat lediglich eine Ordnungswidrigkeit begangen, die in der Regel nicht geahndet wird. Dafür darf man sich aber auf keinen Fall entfernen bevor mit dem Besitzer des beschädigten Fahrzeugs die Daten ausgetausch wurden. Wenn der Auto-besitzer nicht erscheint, kann man die Polizei informieren. Appel empfiehlt, über das Handy die 110 anzurufen, wenn man die Nummer der Glinder Polizei nicht parat hat. Dann kommen Beamte, notieren sich die Daten und sorgen für den Austausch der Personalien. Auch wer direkt vom Parkplatz zur Polizeistation geht und den Vorfall meldet ist auf der sicheren Seite.
Einen Zettel mit seiner Anschrift hinter den Scheibenwischer des beschädigten Wagens zu klemmen, kann Appel dagegen nicht empfehlen. Denn der Zettel kann zum Beispiel wegfliegen, und dann hat man keinen Beweis, dass er vorhanden war. Es reicht auch nicht, erst zum Beispiel seine Einkäufe zu erledigen und dann zur Polizei zu gehen. "Das sollte man auf keinen Fall riskieren", warnt Andereas Appel.
Schließlich ist die Glinder Polizeistation von 7 bis 21 Uhr durchgehend besetzt. Auch danach ist sie zu erreichen, selbst wenn die Nachtstreife gerade zu einem Einsatz unterwegs ist. Dann werden Telefonanrufe nach Reinbek weitergeleitet und die Streife von dort aus alarmiert.




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