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   Nr. 30
   25. Juli 2017
   49. Jahrgang
   
 
OSTSTEINBEK
Bürger beteiligen sich an Zukunftsplanung

Das größte Problem in der Gemeinde ist die Belastung durch den Straßenverkehr, da- neben wünschen die Bürger, dass die Gemeinde nur moderat wachsen soll. Das sind die wesentlichen Ergebnisse aus der Bürgerbeteiligung zu "Oststeinbek 2030". Etwa 250 Ost- steinbeker hatten die Gelegenheit genutzt, sich bei Workshops an der Zukunftsplanung zu beteiligen. Ziel ist es, einen neuen Flächen- nutzungsplan (F-Plan) für die Gemeinde aufzustellen, das be- richtete Iris Hoffmann.

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WENTORF
Bürgermeister Dirk Petersen 100 Tage im Amt

Am 1. April begann die Amtszeit von Dirk Petersen als Bürger- meister in Wentorf. Nun sind die ersten 100 Tage vorüber, eine gute Gelegenheit, um eine erste Bilanz zu ziehen. Journalistin Barbara Schult sprach mit Dirk Petersen.

 
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Außerdem diese Woche in der
Glinder Zeitung ˇ Sachsenwald:

Glinde
Operetten-Melodien im Bürgerhaus

Reinbek
Politik berät Dauerbrenner Feuerwache


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Seit 100 Tagen arbeitet Bürgermeister Dirk Petersen jetzt am Schreibtisch im Wentorfer Rathaus.

Foto: Schult

100 Tage als Bürgermeister im Amt: Dirk Petersen im Gespräch mit der Glinder Zeitung ˇ Sachsenwald
"Wentorfer haben mich sehr gut aufgenommen"

Am 1. April begann die Amtszeit von Dirk Petersen als Bürgermeister in Wentorf. Nun sind die ersten 100 Tage vorüber, eine gute Gelegenheit, um eine erste Bilanz zu ziehen. Journalistin Barbara Schult sprach mit Dirk Petersen.

Haben Sie Ihre 100 Tage Schonzeit bekommen?

Ich betrachte die erste Zeit nicht als Schonzeit, denn ich erwarte nicht, dass die nächsten 1.000 Tage härter werden. Ich habe ein Rathaus vorgefunden, dass sehr gut funktioniert. Auch die Politik arbeitet sachbezogen und ist nicht darauf fokussiert, der Verwaltung das Leben schwer zu machen.

Was hat Sie besonders gefreut?

Ich habe mit den Wentorfern bereits viele gute Gespräche geführt. Meine Bürgermeistersprechstunden sonnabends im Casinopark eigneten sich gut dazu. Die Gespräche verliefen immer in freundlicher Atmosphäre, auch wenn es mal kontroverse Meinungen gab. Ich freue mich auch, dass ich von den Bürgern ebenso wie von der Verwaltung und der Politik gut aufgenommen wurde.

Was hat Sie besonders geärgert?

Ich ärgere mich über die Ignoranz einiger Verkehrsteilnehmer, die die Sperrung im Reinbeker Weg nicht akzeptieren. Durch das unerlaubte Befahren des Baustellenbereichs werden die Arbeiten behindert. Das gefährdet den Zeitrahmen. Dass die Sperrung vielen Bürgern zu lange dauert, verstehe ich gut. Aber es muss viel koordiniert werden und geht daher nicht schneller.

Was war anders als Sie sich das vorgestellt hatten, als Sie zur Wahl antraten?

Ich habe mir gar nicht so konkrete Vorstellungen gemacht. Bei vielen Gesprächen ist es für mich als Verwaltungschef jetzt eine andere Kragenweite. Ich muss Entscheidungen treffen und Verantwortung übernehmen. Aber genau das war es ja auch, was ich wollte.

Was war das bestimmende Thema der ersten Zeit?

Es gibt etliche Dinge, die vorher bereits da waren und jetzt weitergeführt werden. Dazu gehört der Casinopark, die große leere Fläche attraktiver zu machen und mit mehr Leben zu füllen. Ich sehe große Chancen, mit dem neuen Betreiber dort eine attraktive Ortsmitte zu gestalten.
Eine positive Entwicklung zeichnet sich für die ehemalige Sprachheilschule ab. Laut Auskunft vom Ministerium in Kiel können wir Mitte August mit Ergebnissen rechnen, die uns Planungssicherheit geben. Das Votum Wentorfs, dass wir dort keine Wohnbebauung wünschen, ist angekommen. Das Land hat die Kröte geschluckt. Es gab bereits einen Interessenten aus der Kunstszene, der dort ein Museum einrichten möchte. Aber es sind wohl noch weitere Interessenten da.
Sehr schön ist auch die Idee, am Rand der Gemeinde einen Japanischen Garten anzulegen. Das erfordert noch viel Vorbereitung. Doch ich habe die Hoffnung, dass ich das so begleiten kann, dass ich auch die Eröffnung noch im Amt erlebe.
Außerdem arbeiten wir intensiv an der Gestaltung einer neuen Internetseite. Unser veralteter Internetauftritt soll bürgerfreundlicher und interaktiv werden. Ich habe die Hoffnung, dass wir in diesem Jahr eine erste Version vorstellen können, die dann auch schnell umgesetzt wird.

Was haben Sie sich für die nächste Zeit außerdem vorgenommen?

Ein großes Anliegen ist es mir, mehr Unternehmen für eine Gewerbeansiedung in der Gemeinde zu gewinnen. Wir führen intensive Gespräche mit Gewerbetreibenden und werden von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Kreis Herzogtum Lauenburg (WFL) unterstützt. Gewerbeflächen stehen zur Verfügung. Ich bin überzeugt, dass sie auch für viele Betriebe attraktiv sind. Ein Plus für uns ist die absolute Nähe zu Hamburg.
Eine große Baustelle ist noch die eingeschränkte Grünflächenpflege. Die Politik hatte beschlossen, dass die Fremdvergabe aufgegeben wird, um 70.000 Euro einzusparen. Der Baubetriebshof schafft jedoch nicht mehr, als er jetzt erledigt. Nun beklagen sich Bürger über den Wildwuchs. Mein Appell, Patenschaften für Grünflächen zu übernehmen, findet leider bisher wenig Gehör. Ich hoffe, dass sich das noch ändert.
Zudem machen wir uns zurzeit Gedanken über die Entwicklung der Einwohnerzahl und die Zukunft der Gemeinde. Wir müssen beschließen, wo wir hin wollen, wenn die Baugebiete bezogen und die Nachverdichtungen erfolgt sind. Wir bereiten einen Workshop für den Planungs- und Umweltauschuss vor, in dem Ziele des Wachstums und die Auswirkungen auf die Kapazitäten der Infrastruktur zum Beispiel der Kindertagesstätten und Schulen beraten werden.




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