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   Nr. 38
   19. September 2017
   49. Jahrgang
   
 
GLINDE
Unfallflucht ist kein Kavaliersdelikt

Es knallt, es knirscht, es ruckelt - und schon ist es wieder einmal passiert: Beim Ein- oder Ausparken hat ein Autofahrer oder eine Autofahrerin die Aus- maße des eigenen Fahrzeugs nicht richtig eingeschätzt. Folge ist ein Blechschaden, eigentlich eine Baga- telle.

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REINBEK
Spendenparlament feierte 20-Jähriges

Mit 161.000 Euro hat das Spendenparlament Reinbek und Um- gebung nahezu 200 soziale Projekte in der Region unterstützt. Wer so viel ehren- amtliches Engagement für die Gesellschaft zeigt, darf sein 20-jähriges Bestehen auch gebührend feiern. So geschehen im Reinbeker Schloss: Mit einem dreistündigen, hochkarätigen Pro- gramm genossen die Vereinsmitglieder um den Vorsitzenden Dr. Wolfgang Walter und ihre Gäste das Jubiläum.

 
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Außerdem diese Woche in der
Glinder Zeitung · Sachsenwald:

Wentorf
Wentorfer Herbst mit tollem Weinfest und Spendenrekord


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Der erweiterte Vorstand des Spendenparlaments: (vorn, v.l.) Wolfgang Walter, Janine Sudeck, Adolf Drost, (hinten, v.l.) Annemarie Reichert und Anna-Rita Lau.

Foto: Völling

Das Spendenparlament Reinbek feierte 20. Geburtstag
Fast 200 Projekte gefördert

Reinbek (voe) - Mit 161.000 Euro hat das Spendenparlament Reinbek und Umgebung nahezu 200 soziale Projekte in der Region unterstützt. Wer so viel ehrenamtliches Engagement für die Gesellschaft zeigt, darf sein 20-jähriges Bestehen auch gebührend feiern. So geschehen im Reinbeker Schloss: Mit einem dreistündigen, hochkarätigen Programm genossen die Vereinsmitglieder um den Vorsitzenden Dr. Wolfgang Walter und ihre Gäste das Jubiläum.
Dabei ging Walter nur kurz auf die Geschichte "seiner" Initiative ein: " Wir gründeten uns ein Jahr nach dem Hamburger Spendenparlament", erinnerte er. Damals habe man sich die Initiative der Metropole zum Vorbild genommen, weil der "Runde Tisch für gute Nachbarschaft" finanziell nicht mehr im erforderlichen Maß von der Diakonie unterstützt werden konnte. Walter: "Wir vom ‚Runden Tisch' haben dann die Einrichtung ‚Spendenparlament' für eine gute Fortsetzung unserer Arbeit gehalten.Mit Recht: Wir wuchsen schnell von 13 auf 40 Mitglieder an und konnten schon in der ersten Sitzung über 7.000 Euro diskutieren, die für soziale Zwecke gesammelt worden waren und die es zu verteilen galt."
Heute treffe man sich alle sechs Monate. "Dann entscheiden wir zusammen, welchem Antrag wir zu welcher Höhe stattgeben." Das zu verteilende Geld stamme aus Vereinsbeiträgen und Spenden. Besonders in Erinnerung sei ihm die schnelle Hilfe für die Reinbeker Tafel geblieben: "Die brauchte vor rund zwei Jahren dringend 9.000 Euro, um Container für die Essensausgabe aufzustellen." Völlig unbürokratisch habe das Spendenparlament helfen können. Walter: "Das macht natürlich Freude, wenn man etwas so fix mit auf die Beine stellt. Und die Tafel hat das Geld nicht einfach nur genommen, sondern zahlte aus Dankbarkeit zwischenzeitlich schon 5.000 Euro an uns zurück."
Derzeit habe das Spendenparlament 66 Mitglieder.
Nach der Jubiläumsfeier waren es allerdings schon 67. Denn Bürgermeister Björn Warmer hielt ein besonderes Geschenk parat: "Geben Sie mir bitte ein Eintrittsformular und Sie haben ein Mitglied mehr", versicherte der Verwaltungschef. Das ließ sich Walter nicht zweimal sagen. Noch während Warmers Rede spurtete er aus dem Festsaal, um gefordertes Formular zu holen. Warmer bat die Reinbeker, sich in der Welt umzuschauen und dann zu fragen, welche Probleme man hier eigentlich hätte. Ihm sei jedoch sehr bewusst, dass es auch in Deutschland eine versteckte Armut gebe. "Achten Sie mal auf die Preise: Wer mit einem Durchschnittseinkommen kann noch gut in Reinbek leben?" fragte er. Umso dankbarer sei er dafür, was das Spendenparlament in den vergangenen 20 Jahren alles geleistet habe. Nicht nur Warmer, sondern auch seine Amtskollegen Rainhard Zug (Glinde) und Dirk Petersen (Wentorf) machten mit ihrer Anwesenheit deutlich, wie sehr sie die Arbeit des Spendenparlaments schätzen. Gemeinsam erfreuten sie sich dann am Jubiläumsprogramm. Erste Begeisterungsstürme des Publikums lösten Sabine Grofmeier (Klarinette) und Ekatarina Shabanova (Klavier) mit ihrem Programmteil "Clarinettissimo - Klassik high and light" aus. Meisterhaft brachten sie Werke von Bach, Brahms, Puccini und Mozart zu Gehör. Von einer Südamerikareise hatte Grofmeier zudem eine Melodie des Tangomusikers Astor Piazzolla mitgebracht.
Klaus-Peter Puls spielte auf "Ecki", seiner alten "Pfadfindergitarre" dann wieder seine gefürchteten Bänkellieder. Dabei bekamen Wladimir Putin und Donald Trump genauso ihr Fett weg wie die Reinbeker Lokalpolitiker. Eigens für die Jubiläumsveranstaltung hatte Puls einen neuen Song komponiert, in dem er messerscharf erkannte: "Wo der Staat am meisten pennt, hilft das Spendenparlament!"
Sehr viel Eindruck hinterließ Svea Gross. Mit unglaublicher Sprachakrobatik sinnierte sie in ihrem "Poetry Slam" darüber, wie viel Verstehen und Verständnis tatsächlich mit Worten zu tun hat und trug in beeindruckender Geschwindigkeit ein langes, selbst geschriebenes Gedicht vor.
Zum Schluss zeigte das Theaterensemble der Volkshochschule Sachsenwald unter Leitung von Dr. Brigitte Oels wie unterschiedlich Wünsche sein können. Da präsentierte sich etwa eine Sängerin, die nur singen möchte, oder eine Putzfrau, die "Sex Appeal" sein will. "Wenn ich mir was wünschen könnte" hießen diese Auszüge aus dem aktuellen Programm.




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