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   Nr. 33
   14. August 2018
   50. Jahrgang
   
   
BARSBÜTTEL
Bürgermeister Schreitmüller im Interview

Im Januar endet die Amtszeit von Barsbüttels Bürgermeister Thomas Schreitmüller. Er stellt sich erneut zur Wahl. Am Donnerstag, 16. August, (19 Uhr, Erich Kästner Schule) stellt er sich und seine Anliegen den Bürgern vor, am 9. September wird gewählt. Über die Anforderungen an das Amt und wichtige Themen für die Gemeinde sprach Barbara Schult, Mitarbeiterin der Glinder Zeitung, mit Thomas Schreitmüller.

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REINBEK
Neues Programm der VHS Sachsenwald

Die Volkshochschule (VHS) Sachsenwald ist für die Weiterbildung in Reinbek und Wentorf zuständig. Die Mehrzahl der Kurse und Seminare wird bislang in Reinbek, Sitz der Einrichtung, angeboten. Künftig soll aber das Angebot der VHS in Wentorf gestärkt werden. Diesem An- spruch trägt das neue Programm der Volkshoch- schule Rechnung unter dem Titel "Wentorf im Herbst".

 
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Außerdem diese Woche in der
Glinder Zeitung ˇ Sachsenwald:

Glinde
Zwei Kinder ertrunken

Reinbek
Ein Sommerfest zum Jubiläum

Glinde Operettenkonzert im Bürgerhaus


SONDERSEITEN:

Schulanfang

Bauen & Wohnen




Thomas Schreitmüller möchte auch weiterhin Bürgermeister in Barsbüttel sein und noch einiges bewegen.

Foto: Schult

Die gute Infrastruktur erhalten und mehr Grünflächen schaffen
Werben um eine hohe Beteiligung an der Wahl

Barsbüttel - Im Januar endet die Amtszeit von Barsbüttels Bürgermeister Thomas Schreitmüller. Er stellt sich erneut zur Wahl. Am Donnerstag, 16. August, (19 Uhr, Erich Kästner Schule) stellt er sich und seine Anliegen den Bürgern vor, am 9. September wird gewählt. Über die Anforderungen an das Amt und wichtige Themen für die Gemeinde sprach Barbara Schult, Mitarbeiterin der Glinder Zeitung, mit Thomas Schreitmüller.

Glinder Zeitung: Sie sind der einzige Kandidat für das Bürgermeisteramt. Ist es so unattraktiv, Bürgermeister in Barsbüttel zu sein?

Schreitmüller: Aus meiner Sicht nicht. Dass sich keine weiteren Kandidaten gemeldet haben, hängt sicher mit anderen Faktoren zusammen. So ist ein Bürgermeisterwahlkampf ja zeitlich und finanziell aufwändig. Das Amt ist sehr zeitaufwändig, es gibt nicht viele Mitarbeiter aus der Verwaltung, die das anstreben. Zudem sind die Erfolgsaussichten gering, wenn sich alle Fraktionsvorsitzenden für den Amtsinhaber ausgesprochen haben, weil er gute Arbeit geleistet hat.

Glinder Zeitung: Lohnt es sich, als Einzelkandidat Wahlkampf zu machen?

Schreitmüller: Ja natürlich, weil ich ja von möglichst vielen Bürgern gewählt werden möchte. Ich will dazu motivieren, wählen zu gehen. Ich kann nur darum bitten, damit die Wahlbeteiligung möglichst hoch ist. Das bringt mir eine starke Stellung gegenüber der Politik. Eine hohe Stimmenzahl zeigt, dass die Bürger wirklich wollen, dass man ihr Bürgermeister ist. Zudem beobachtet das Land die Wahlbeteiligung bei Bürgermeisterwahlen. Wird sie zu gering, kann die Direktwahl wieder abgeschafft werden, wie das für die Landräte bereits geschehen ist.

Glinder Zeitung: Was sehen Sie als Erfolge der laufenden Wahlperiode an?

Schreitmüller: Dass wir nach wie vor ein gutes Angebot im Bildungsbereich, bei Kindergärten und Schulen, haben. Wir sind sehr intensiv dabei, die vorhandene Infrastruktur zu erhalten, zu sanieren und zu verbessern.

Glinder Zeitung: Was sind die größten Probleme für die Gemeinde?

Schreitmüller: Das sind überwiegend Themen, die nicht in der Verantwortung der Gemeinde liegen. Dazu gehören eine bessere personelle Besetzung der Polizeistation und ein verbessertes Angebot beim Öffentlichen Personennahverkehr. Wir müssen aber auch darauf achten, dass wir uns die ganzen Baumaßnahmen, die wir vorhaben, auch leisten können. Wir müssen sparsam wirtschaften.

Glinder Zeitung: Was haben Sie sich für die nächsten Jahre vorgenommen?

Schreitmüller: Ich möchte Barsbüttel liebens- und lebenswert erhalten. Dafür muss das gute Angebot an Kindertagesstätten und Schulen weiter gewährleistet sein. Gleichzeitig will ich die demographische Entwicklung im Blick behalten und bei der Infrastruktur auch an die Senioren denken. Zudem möchte ich stärker als in der Vergangenheit auf den Erhalt und die Entwicklung von Grünflächen achten. Wenn das wirklich gelingt, ist es schon toll.

Glinder Zeitung: Welche weiteren Themen stehen für sie im Fokus?

Schreitmüller: Wir müssen uns auf den Fachkräftemangel einstellen und noch innovativer tätig werden. Für die Verwaltung haben wir wieder zwei Auszubildende eingestellt, wie bereits in den vergangenen Jahren. Da können wir selber etwas machen. Im Kindergartenbereich merken wir allerdings, dass die Aussagen der Landespolitik nicht mit der Realität übereinstimmen. Wir haben einen Antrag auf Förderung für eine zweite Kraft am Nachmittag gestellt, er ist auch bewilligt, aber wir finden keine neuen Mitarbeiter. Bislang können wir Erzieherinnen nicht selbst ausbilden und sie müssen für ihren Schulbesuch auch noch selbst zahlen.
Der Vorschlag des Gemeindetags ist, dass es zu einem Ausbildungsberuf mit Vergütung wird. Wir wären bereit, das duale System auch für Erzieherinnen anzubieten. Seit zwei Jahren bin ich Landesvorsitzender des Gemeindetages und wir führen zurzeit entsprechende Gespräche mit dem Land.




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