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   Nr. 25
   19. Juni 2018
   50. Jahrgang
   
   
GLINDE
Beeindruckt von guten Lernerfolgen

Eigentlich wollte Jan-Hendrik Juhls aus Bad Segeberg nach dem Abitur im vergangenen Jahr Mediengestaltung studieren. Da er aber keinen Studienplatz fand, verpflichtete er sich für ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) im DaZ-Zentrum an der Sönke-Nissen-Gemeinschaftsschule in Glinde. Seit September unterrichtet er junge Menschen aus Kriegs- gebieten in Deutsch - und machte dabei wichtige Erfahrungen.

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REINBEK
Ovationen für Ernst Dieter Lohmann

Auftakt für die neue Wahlperiode: In ihrer konstituierenden Sitzung haben die Stadt- verordneten mehrere Ämter neu besetzt. So ist jetzt Christoph Kölsch (CDU) Reinbeker Bürger- vorsteher. Er ist der Nachfolger von Ernst Dieter Lohmann (CDU). Der 81-Jährige erhielt zum Abschied nicht nur eine Ehrung für langjährigen ehren- amtlichen Einsatz in der Kommunalpolitik, steh- ende Ovationen und höchst anerkennende Worte von Bürgermeister Björn Warmer.

 
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Außerdem diese Woche in der
Glinder Zeitung ˇ Sachsenwald:

Wentorf
Andreas Hein bleibt Bürgervorsteher

Reinbek
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Lehrer Daniel Meier (l.) freut sich, dass er mit Hannah Barlage eine Nachfolgerin für Jan-Henrik Juhls gefunden hat.

Foto: Brockmann

FSJler Jan Henrik Juhls ist beeindruckt von den Lernerfolgen junger Flüchtlinge
"Am Anfang verstehen sie kaum etwas"

Glinde (bro) - Eigentlich wollte Jan-Hendrik Juhls aus Bad Segeberg nach dem Abitur im vergangenen Jahr Mediengestaltung studieren. Da er aber keinen Studienplatz fand, verpflichtete er sich für ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) im DaZ-Zentrum an der Sönke-Nissen-Gemeinschaftsschule in Glinde. Seit September unterrichtet er junge Menschen aus Kriegsgebieten in Deutsch - und machte dabei wichtige Erfahrungen.
"Das DaZ-Zentrum dient der Integration", erklärt Lehrer und Koordinator Daniel Meier. Die Abkürzung steht für "Deutsch als Zweite Sprache". "Kinder mit Migrationshintergrund lernen in besonderen Klassen und je nach Sprachniveau und Alter die deutsche Sprache", erläutert er.
90 Schüler aus 60 Nationen werden in diesem Jahr am DaZ-Zentrum der Gemeinschaftsschule unterrichtet. Sie stammen aus Kriegsgebieten wie Syrien, dem Irak oder Afghanistan. Aber auch aus europäischen Ländern wie Kroatien und Polen kommen einige der Jugendlichen.
Als FSJ-Mitarbeiter unterstützt Juhls die Lehrkräfte. "Die Stadtverwaltung hat uns die Regeln erklärt. Außerdem musste ich in fünf verschiedenen Seminaren die notwendigen Kenntnisse erwerben", erklärt Juhls.
Am DaZ-Zentrum hat ihn besonders die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen aus anderen Ländern und Kulturen sehr gereizt. "Ganz besonders beeindruckt hat es mich, wie die rasch Flüchtlinge die deutsche Sprache lernen. Am Anfang verstehen sie kaum etwas und dann dauert es nicht lange und sie können Diktate schreiben", staunt Jan-Henrik Juhls.
Am Ende der Ausbildung der jungen Schülerinnen und Schüler musste Jan-Henrik Juhls mit ihnen ein Projekt präsentieren. "Die Schüler haben eine Power Point Präsentation über ihre Herkunftsländer erarbeitet. In der Präsentation stellten sie bestimmte Landesmerkmale wie die Hauptstadt oder den höchsten Berg des Landes vor", berichtet er. Für ihn war es besonders beeindruckend, dass ein Mädchen, das erst seit fünf Monaten in Deutschland ist, einen Vortrag über ihr Heimatland in deutscher Sprache halten konnte.
Lehrer Daniel Meier berichtet von zwei Geschwistern aus Syrien, die als Analphabeten nach Deutschland gekommen waren, mit dem Buch-staben A ihr Lernprogramm angefangen haben und die nach seinen Worten mittlerweile perfekt lesen und schreiben können.
Eine Nachfolgerin für Jan-Henrik Juhls ist schon gefunden. Die 18-jährige Hannah Barlage aus Hamburg wird am DaZ-Zentrum die Aufgaben ihres Vorgängers übernehmen. Sie will nach ihrem FSJ möglicherweise Lehrerin oder Erzieherin werden.




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